Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.
* Gerda Lerner

Termine

08.01.2019 Ulrike Hanstein (Jena): Learning to ‚relate‘: Feministische Praktiken in Kunst & Bildung (Vortrag)
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg findet im Wintersemester 2018/19 die Ringvorlesung "Macht*Gender*Wissen? - Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" statt. Neben Vorträgen werden auch Workshops rund um die Themen Gender, Wissenschaft, Gesellschaft und Populismus angeboten.
Ort:  , MELANCHTHONIANUM, HÖRSAAL XVIII, MLU HALLE
Zeit: ab 18:00 Uhr
08.01.2019 Kritik des Maskulismus, Vortrag von Andreas Kemper
wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an der FEM Power Ringvorlesung „crisis. crisis. crisis – Krisendynamiken der Demokratie, des Geschlechterverhältnisses und der Nachhaltigkeit“ an der Hochschule Merseburg ein. Im Anhang finden Sie das Poster zur Ringvorlesung.
Wir freuen uns, wenn Sie diese Informationen auch an Interessierte weiterleiten.

Der Maskulismus (abgeleitet von „maskulin“ = männlich) ist eine aktuelle Ausformung des opferideologischen Antifeminismus. Der Maskulismus reicht von moderat auftretenen antifeministischen Vereinen der Vater- und Männerrechtsbewegung (MANNdat, Agens) bis weit ins neurechte und neonazistische Lager mit deutlich menschenfeindlichen und gewaltaffinen Aussagen. Seit dem Anschlag in Toronto sind frauenfeindliche Strömungen wie die InCel- oder PickUp-Gruppen bekannt geworden.
Der Vortrag stellt die Entwicklung und Netzwerke des Maskulismus dar und kontrastiert diese mit der profeministischen Männerbewegung, die in den 1970er Jahren entstanden ist.

Der Soziologe Andreas Kemper befasst sich seit den 1980er Jahren mit der Männerbewegung und publizierte u.a. zum Maskulismus ((R)echte Kerle; Die Maskulisten). Er ist Mitglied der Redaktion Diskursatlas Antifeminismus (Diskursatlas.de).

Termin: 04.12.18-22.01.19
Ort: Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg

Der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zu den Referent*innen und den Beiträgen finden Sie auf unserer Webseite: FEM Power Hochschule Merseburg
Ort:  Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg
15.01.2019 Dr. Daniela Gottschlich: Nicht mehr auf Kosten anderer leben (müssen): Nachhaltigkeit aus kritisch-emanzipatorischer Perspektive
usgangspunkt des Vortrags sind die gegenwärtigen sozial-ökologischen Krisen. Diese haben damit zu tun, dass die Lebensweise einiger auf Kosten anderer geht, dabei Menschen und Natur ausgebeutet und Kosten auf die Allgemeinheit, andere Regionen und nachfolgende Generationen verlagert werden. Die sozial-ökologischen Krisen lassen eine Transformation des aktuell dominanten Wirtschafts- und Gesellschaftmodells unausweichlich erscheinen. Doch bislang kamen (herrschafts-)kritischen Ansätze in der Nachhaltigkeitsforschung eher zu kurz. Wenn diese aber ihr transformatives, kritisch-emanzipatorisches Potenzial erhalten, entfalten und ausbauen will, dann muss sie sich auf kritische Traditionslinien besinnen und diese miteinander verbinden. Zentrale Themen, Fragestellungen und sozial-ökologische gesellschaftliche Gegenentwürfe kritisch-emanzipatorischer Nachhaltigkeit(sforschung) werden im Vortrag vorgestellt.

Dr. Daniela Gottschlich, Politik- und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa Universität Flensburg.

Termin: 04.12.18-22.01.19
Ort: Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg

Der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zu den Referent*innen und den Beiträgen finden Sie auf unserer Webseite: FEM Power Hochschule Merseburg
Ort:  Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg
Zeit: 17:00 Uhr
22.01.2019 Rafia Harzer (Berlin): If It Isn‘t Intersectional It Isn‘t Feminism (Vortrag)
Macht*Gender*Wissen? Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

In den populistischen Debatten neoliberaler und rechtskonservativen Bewegungen, im Internet und in Printmedien und auf der Straße werden Begriffe wie Genderismus, Gender-Wahn oder Sprachpolizei geprägt, um Gender Studies als Ideologie zu diffamieren. Gender Studies verstehen sich jedoch als in erster Linie als erkenntnistheoretisch und interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaftskritik, die zudem gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit hinterfragen.

Die Ringvorlesung verfolgt vor diesem Hintergrund ein doppeltes Ziel: Zum einen werden sich die Beiträge solchen populistischen Debatten annähern und diskutieren, wie diese mit den machtanalytischen Mitteln der Gender & Queer Studies interpretiert werden können. Zum anderen geht es darum, die Verflechtungen zwischen Gender und Universität sowie Wissenschaft und Bildung in diesen aktuellen aber auch historischen Kontexten zu befragen. Die Reihe findet an ausgewählten Dienstagen des kommenden Wintersemesters an der MLU statt. Die Abendvorträge werden zum Teil von Workshopangeboten gerahmt.

Vorträge: dienstags, 18:00 – 20:00, MLU, Uniplatz, Melanchthonianum, HS XVIII (ausgewählte Termine)

Workshops: dienstags, 14:00 – 16:00, MLU, Uniplatz, Löwengebäude, HS XII (ausgewählte Termine)

Für die Workshops wird um eine kurze Anmeldung unter gender.bildet@uni-halle.de gebeten.
Ort:  , MELANCHTHONIANUM, HÖRSAAL XVIII, MLU Halle
Zeit: ab 18:00 Uhr
22.01.2019 Dr. Sarah Speck: Liebe, Autonomie und Arbeitsteilung – Zur politischen Ökonomie der Paarbeziehung
Wie verändern sich die Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, wenn das Ernährermodell erodiert? Was passiert im Macht- und Geschlechterverhältnis? Wer macht die Wäsche, wenn sie die Brötchen verdient? Anhand der Ergebnisse einer Studie über heterosexuelle Paare, in denen die Frauen das Haupteinkommen verdienen, geht der Vortrag dem Wandel von Geschlechterverhältnissen im Kontext einer prekarisierten Arbeitswelt nach. Die vielerorts erneut geführte feministische Diskussion über den Zusammenhang von Ökonomie und Geschlecht wird dabei durch eine neue Perspektive auf Aushandlungsprozesse des Alltags ergänzt. Aufgeworfen wird unter anderem die Frage, ob sich die Geschlechterordnung paradoxerweise gerade deshalb transformieren und modernisieren konnte, weil sie zugleich zementiert wurde.

Dr. Sarah Speck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt und forscht zum Wandel der Geschlechterverhältnisse, sowie zu Paar- und Familienbeziehungen. Sie ist Mitherausgeberin der Reihe „Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen“.

Termin: 04.12.18-22.01.19
Ort: Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg

Der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zu den Referent*innen und den Beiträgen finden Sie auf unserer Webseite: FEM Power Hochschule Merseburg
Ort:  Theater am Campus (TaC), Hochschule Merseburg
24.01.2019 100 Jahre Frauenwahlrecht - Lesung mit Rebecca Beerheide
Rebecca Beerheide stellt ihr Buch „100 Jahre Frau-enwahlrecht. Ziel erreicht! ...und weiter?“ vor. In der anschließenden Gesprächsrunde beziehen die Autorin, Katja Pähle (Vorsitzende SPD-Landtags-fraktion) und Eva von Angern (MdL, Vorsitzende Landesfrauenrat) zu historischen und aktuellen frauenpolitischen Themen Stellung. Die Moderation leitet Sarah Schulze (Vorsitzende Sozialdemokratische Frauen Sachsen-Anhalt, stellv. Vorsitzende Landesfrauenrat LSA).

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen und dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt.

Eintritt frei.
Ort:  Stadtbibliothek Magdeburg
Zeit: 19:30 Uhr
15.02.2019 anKREUZen & QUEReinsteigen 100 Jahre FrauenWAHL – heute erst RECHT
15. – 17. 2. 2019
Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt

Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden.
Die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts
und die erste Wahl von Frauen in ein deutsches Parlament
sind Meilensteine der Demokratie und der Gleichberechtigung. Was uns heute wichtig und selbstverständlich erscheint, verdanken wir einem langen, steinigen Weg von Frauen zu einer gerechten Teilhabe in Gesellschaft und Kirche.
An dem Wochenende beschreiten wir den Jahrhundertweg.
Uns erwarten:
* Verschiedene Impulse zu ausgewählten Stationen
wachsender Mitbestimmung von Frauen
* Vertiefende Diskussionen und Austausch über eigene
Erfahrungen und heutige Herausforderungen
* Workshops mit Anregungen für die Praxis ehrenamtlicher
Leitung
* Öffentliches Podium mit Vertreterinnen aus Kirche und
Gesellschaft
* Abendmahlsgottesdienst als Stärkung für den weiteren
Weg

Das Thema und seine Entfaltung in einem öffentlichen
Podium ist der Grund, warum die Tagung diesmal einen Tag länger geplant ist.

Leitung: Carola Ritter, Leitende Pfarrerin der EFiM
Dorothee Land, Gleichstellungsbeauftragte EKM

Teilnahmekosten:
Seminarpauschale (auch für Tagesgäste) 60 Euro
Übernachtung + Verpflegung
im Doppelzimmer 100 Euro
im Einzelzimmer 120 Euro
Bitte melden Sie sich schriftlich an.
Ort:  Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Zeit: 15. – 17. 2. 2019
07.03.2019 „Der Missbrauch des Missbrauchs – Alternative Informationen zu Vergewaltigungsmythen“
Am 7. März 2019 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ins Volksbad Buckau ein, mit uns das Thema „Der Missbrauch des Missbrauchs – Alternative Informationen zu Vergewaltigungsmythen“ im Rahmen eines Worldcafés zu diskutieren.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Femi-UP, Wildwasser Magdeburg e.V. und Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage.
Ort:  Volksbad Buckau, Magdeburg
Zeit: 19 Uhr
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