Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Man kann die Menschen nur richtig verstehen, wenn man sie liebt.
* Rosa Luxemburg

Termine

12.11.2018 Festveranstaltung 100 Jahre Frauenwahlrecht in Merseburg
Vorläufiges Programm:

19:00 Uhr Comtesse Clementine de Lannoy Clervaux (1767-1822): Trio für Violine, Violoncello und Klavier
19:05 Uhr Begrüßung und Grußworte
19:15 Uhr Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland
Lydia Schubert, Anna Beatrice Brommund, Susanne Göhricke
19:35 Uhr Prinzessin Amalie von Preußen (1723-1787): Sonate F-Dur für Violine, Violoncello und Klavier
Violeta Dinescu (1953): Der Fee Klagesang bei Sonnenaufgang für Viola und Klavier
19:55 Uhr Geschlechterparität in der Politik, Wege und Maßnahmen
Andrea Blumtritt
20:05 Uhr Auszüge aus dem emanzipatorischen Streiten von Frauen
Heinz-Jürgen Voß
20:15 Uhr Clara Schumann (1819-1896): Romance für Klavier solo
Louisa Adolpha Le Beau (1850-1927): 3 Stücke: 1. Nachtstück (ruhig); 2. Träumerei (langsam); 3. Polonaise (schnell)
20:35 Uhr Schlussworte Ute Fischer
anschließend Austausch mit den Musiker*innen, Referent*innen und Organisator*innen
Ort:  Ständehaus Merseburg
Zeit: 19:00 Uhr
13.11.2018 Vortrag: „Von „richtigen“ Schwulen und konvertierten Christ*innen“
ortrag zur Kategorisierung im Völkerstrafrecht und internationalen Flüchtlingsrecht

13. November 2018 ǀ 18.30 - 20.30 Uhr ǀ Tagungsraum der Universitätsbibliothek Magdeburg | Gebäude 30 | Universitätsplatz 2

Minderheiten und marginalisierte Gruppen erleben Gewalt und Verfolgung auf Grund ihrer Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, fairer Bezahlung, Zugang zu Ressourcen oder Schutz wird ihnen oft verwehrt.

Rechtliche Vorgaben, die marginalisierte Gruppen schützen, können für Betroffene einen enormen Unterschied machen, bürgen aber auch die Gefahr der Essentialisierung von Identität. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und die Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgung im Flüchtlingsrecht sind Beispiele für erfolgreiche soziale Kämpfe, die marginalisierte Gruppen schützen.

Der Vortrag von Katrin Kappler und Vinzent Vogt (Forschungsstelle Migrationsrecht, MLU Halle) zeigt anhand bestehender Analysen und Kritiken kategorialer Antidiskriminierungsrechtssätze auf, welches Potential diese Debatte für internationale Rechtsnormen (z.B. Flüchtlingsrecht und Völkerstrafrecht) haben kann. An Gerichtsentscheidungen wird zudem diskutiert, wie problematisch ein kategorialer Minderheitenschutz sein kann.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Forum Legal Gender Studies Halle, der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit, dem Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage und dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt.
Ort:  Tagungsraum der Universitätsbibliothek Magdeburg | Gebäude 30 | Universitätsplatz 2
Zeit: 18.30 - 20.30 Uhr
Link: Programm
14.11.2018 Vortrag „Mit Recht und Courage – 100 Jahre Frauenwahlrecht“
Ein wichtiger deutscher Demokratiebaustein feiert dieses Jahr sein Jubiläum, deshalb heißt es am 14. November 2018 um 18 Uhr im Kreismuseum Bitterfeld „Mit
Recht und Courage – 100 Jahre Frauenwahlrecht“. Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (MdL) ist Sprecherin für Bildung, Kultur und Gleichstellung und erläutert die Etappen
auf dem langen Weg zur demokratischen Gleichberechtigung der Frau.

„Taten statt Worte“ unter diesem Motto kämpften Anfang des 20. Jahrhundert Frauenrechtlerinnen für die Gleichberechtigung von Frauen. Sie riskierten ihre Arbeit
und ihr Leben für bessere Arbeitsbedingungen, eine gerechtere Bezahlung und gleiche bürgerliche Rechte. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rat der
Volksbeauftragten am 12. November 1918 die Grundlage für die Einführung des Frauenwahlrechts schuf. Die politische Partizipation war nicht nur ein Meilenstein für
die Demokratie, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt 2,50 € bzw. 1,50 €
ermäßigt. Um Voranmeldung wird gebeten.
Ort:  Kreismuseum Bitterfeld, OT Bitterfeld, Kirchplatz 3, 06749 Bitterfeld-Wolfen
Zeit: 18:00 Uhr
21.11.2018 FACHTAG ISTANBUL KONVENTION – UMSETZUNG UND STRATEGIEN AUF BUNDES- UND LÄNDEREBENE
Der offizielle Titel der Istanbul-Konvention lautet „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt“. Sie ist ein völkerrechtlicher Menschenrechtsvertrag und wurde am 11. Mai 2011 in Istanbul beschlossen. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten, umfassende Maßnahmen zur Prävention, Intervention, Schutz und zu rechtlichen Sanktionen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu ergreifen.

Das Inkrafttreten der Istanbul-Konvention für Deutschland am 1. Februar 2018 wirft für viele Akteure, die in den nächsten Jahren mit der Umsetzung der Konvention befasst sein werden, Fragen auf. Was ergibt sich aus dem Wortlaut der Konvention? Welche staatlichen und nicht staatlichen Stellen sind für ihre Umsetzung zuständig? In welchen Bereichen und für welche Gruppen besteht in Deutschland und in Sachsen-Anhalt Handlungsbedarf? Mit welchen Maßnahmen lassen sich effektive und nachhaltig wirksame Strategien zur Verbesserung erzielen?

Im Rahmen der Fachtagung „Die Istanbul Konvention – Umsetzung und Strategien auf Bundes- und Länderebene“ möchten wir sie einladen, diese und andere Fragen mit uns zu diskutieren.

PROGRAMM
09.30 Uhr Ankommen/ Tee & Kaffee
10.00 Uhr Grußworte
10.10 Uhr Input: Istanbul-Konvention – welche rechtlichen Verpflichtungen ergeben sich aus der Ratifizierung (Überblick), Dagmar Freudenberg (Staatsanwältin i.R., Strafrechtskommission djb)
10.50 Uhr Input: Die geplante Umsetzung der Istanbul-Konvention in Sachsen-Anhalt, Frau Dr. Blumtritt (Landesbeauftragte für Frauen- und Gleichstellungspolitik, Ministerium für Justiz und Gleichstellung)
11.30 Uhr kurze Pause
11.40 Uhr Workshops (zu ausgewählten Schwerpunkten der Istanbul-Konvention)
WS 1: Flüchtlingsfrauen
WS 2: Frauen und Mädchen mit Behinderung
WS 3: Bedarfsdeckende Unterstützung und Prävention
WS 4: Sexualisierte Gewalt/ Häusliche Gewalt
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Austausch mit zuständigen Vertreter*innen aus den Ministerien und politischen Vertreter*innen: Was braucht es noch in Sachsen-Anhalt um eine bedarfsdeckende Umsetzung der Istanbul-Konvention zu erreichen?
15.00 Uhr Ende

Anmeldung unter: geschaeftsstelle@landesfrauenrat.de
Ort:  IN DEN RÄUMEN DES AWO LANDESVERBAND SACHSEN-ANHALT E.V., Seepark 7, 39116 Magdeburg
Zeit: 9:30 bis 15:00 Uhr
23.11.2018 Seminar „Haltung zeigen! Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen“
10:00 – 17:00 Uhr in Magdeburg - Bekanntgabe des genauen Ortes nach Anmeldung

„Genderwahn – Frühsexualisierung – Umerziehung!“ Nicht nur in rechtskonservativen Kreisen wie der AfD werden gezielte Angriffe auf Feminismus und geschlechterpolitische Errungenschaften zunehmend salonfähig. Dieser Kampf um Deutungshoheit stellt unsere Gesellschaft und insbesondere Menschen aus Politik und Bildungsarbeit vor große Herausforderungen.

Das Seminar vermittelt Wissen und Kompetenzen im Bereich Antifeminismus und trainiert den Umgang mit antifeministischen Aussagen. Hierbei steht vor allem Stärkung und Sichtbarmachung der eigenen Haltung im Fokus. Durch vielfältige Methoden werden Teilnehmende in ihrer Argumentationssicherheit gestärkt. Ziel ist es, eine souveräne Haltung und Position zu entwickeln, um sich dem aktuellen Gegenwind und Diffamierungen selbstsicher entgegenzustellen.

Trainer*innen: Wiebke Eltze und Lisa Gutsche GEGENARGUMENT

Dieses Seminar ist kompatibel mit dem Politikmanagement-Zertifikat von Green Campus (8UE ).

Kosten:
15 EUR, ermäßigt 10 EUR

Die Anmeldung ist erst nach Erhalt einer schriftlichen Anmeldebestätigung verbindlich. Anmeldungen an: anmeldung@boell-sachsen-anhalt.de

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt und und der Grünen Kommunalpolitischen Vereinigung (GKPV) Sachsen-Anhalt. Für GKPV-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei. Mitgliedschaft bitte bei Anmeldung nachweisen.

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Ort:  Magdeburg - Bekanntgabe des genauen Ortes nach Anmeldung
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr
07.12.2018 Fachtag „Doktorspiele im Klassenzimmer“ – Vom Umgang mit Geschlechtern und Sexualitäten in Bildung, Beratung und Betreuung
Mit dem Titel „Doktorspiele im Klassenzimmer“ – Vom Umgang mit Geschlechtern und Sexualitäten in Bildung, Beratung und Betreuung widmet sich der Tag dem Themenkomplex, wie von sozialen Bewegungen – wie den Frauen*bewegungen und den Schwulen- und Lesbenbewegungen – formulierte Anliegen nach der Ermöglichung von mehr Vielfalt und weniger Diskriminierung in der pädagogischen Praxis aufgegriffen und umgesetzt werden.
Es wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Anliegen sozialer Bewegungen werden ‚pädagogisiert‘, werden also mit schul-, sozial- und erwachsenenpädagogischen Anliegen kompatibel gemacht, welche werden quasi aussortiert? Welche (politischen) Gelegenheits- und Ermöglichungsstrukturen waren und sind dafür bedeutsam? Welche Rolle spielen dabei Heteronormativität und entsprechende Vorläuferkonzepte? Wie werden die Pädagogiken eingesetzt, die Geschlechtergerechtigkeit thematisieren?

Um sich dieser Auseinandersetzung zu widmen, teilt sich der Fachtag in zwei Angebotseinheiten:
Im ersten Teil werden Vorträge stattfinden, die diese Fragen historisch und systematisch aufgreifen und an Beispielen diskutieren. Im zweiten Teil werden sieben Parallelworkshops stattfinden, in denen Vertreter*innen aus unterschiedlichen pädagogischen (und anderen) Praxisfeldern von ihrer Arbeit berichten und ihre Ansätze, in denen sie sich kritisch mit heteronormativen Strukturen auseinandersetzen, diskutieren.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.11.2018 unter: gender.bildet@uni-halle.de weitere Informationen und ein ausführliches Programm unter: https://www.gleichstellung.uni-halle.de/projekte/gender_in_die_lehre/angebote_und_veranstaltungen/

Es wird eine Verpflegungspauschale in Höhe von 5,- Euro erhoben (vor Ort zahlbar). Wir können eine Teilnahmebestätigung ausgeben.
Ort:  Franckesche Stiftungen, Halle
Link: Programm
15.02.2019 anKREUZen & QUEReinsteigen 100 Jahre FrauenWAHL – heute erst RECHT
15. – 17. 2. 2019
Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt

Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden.
Die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts
und die erste Wahl von Frauen in ein deutsches Parlament
sind Meilensteine der Demokratie und der Gleichberechtigung. Was uns heute wichtig und selbstverständlich erscheint, verdanken wir einem langen, steinigen Weg von Frauen zu einer gerechten Teilhabe in Gesellschaft und Kirche.
An dem Wochenende beschreiten wir den Jahrhundertweg.
Uns erwarten:
* Verschiedene Impulse zu ausgewählten Stationen
wachsender Mitbestimmung von Frauen
* Vertiefende Diskussionen und Austausch über eigene
Erfahrungen und heutige Herausforderungen
* Workshops mit Anregungen für die Praxis ehrenamtlicher
Leitung
* Öffentliches Podium mit Vertreterinnen aus Kirche und
Gesellschaft
* Abendmahlsgottesdienst als Stärkung für den weiteren
Weg

Das Thema und seine Entfaltung in einem öffentlichen
Podium ist der Grund, warum die Tagung diesmal einen Tag länger geplant ist.

Leitung: Carola Ritter, Leitende Pfarrerin der EFiM
Dorothee Land, Gleichstellungsbeauftragte EKM

Teilnahmekosten:
Seminarpauschale (auch für Tagesgäste) 60 Euro
Übernachtung + Verpflegung
im Doppelzimmer 100 Euro
im Einzelzimmer 120 Euro
Bitte melden Sie sich schriftlich an.
Ort:  Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Zeit: 15. – 17. 2. 2019
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