Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini

Termine

07.06.2017 Fachtagung Erfolgreiche Hochschulen brauchen erfolgreiche Gleichstellung
Die Koalitionspartner der sog. „Kenia-Koalition“ haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, das Hochschulgesetz und das Hochschulmedizingesetz des Landes Sachsen-Anhalt bis zur Mitte der 7. Legislaturperiode novellieren und modernisieren zu wollen. Im Novellierungsprozess soll dabei u.a. die Erweiterung der Zuständigkeit der Gleichstellungsbeauftragten für alle Mitglieder der Hochschulen, unter Einschluss der Studierenden besondere Berücksichtigung finden. Daneben strebt die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode einen Frauenanteil von 50 Prozent in den Leitungsfunktionen der öffentlichen Verwaltung und an allen Hochschulen an.
Welche Rolle spielen die Gleichstellungsbeauftragten bei der Verwirklichung dieser Ziele? Was bedeutet das für die Arbeit und die Ausstattung der Gleichstellungsbeauftragten an den Hochschulen unseres Landes? Wie können sie bestmöglich in ihrer Arbeit gestärkt werden? Von welchen Erfahrungen der anderen Bundesländer können wir in diesem Zusammenhang profitieren? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Koordinierungsstelle für Genderforschung und Chancengleichheit (KGC) Sachsen-Anhalt und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Sachsen-Anhalt nachgehen. Als Gesprächspartner steht uns dabei neben Vertreter_innen aus der Wissenschaft, Politik und Gleichstellung u.a. der Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, zur Seite.

Weitere Informationen und das Programm der Veranstaltung finden sich in dem beigefügten Flyer zur Veranstaltung oder auf Facebook unter: https://www.facebook.com/events/123076204918482/.
Ort:  Tagungsraum der Universitätsbibliothek, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Zeit: 17:30 - 19:30 Uhr
08.06.2017 AWO Bundesverband e.V. und Gunda-Werner-Institut: Menschlich bleiben – Strategien im Umgang mit antifeministischen Angriffen auf Soziale Arbeit
Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession ist zunehmend antifeministischen Angriffen ausgesetzt. Diese reichen von direkten Angriffen auf Mitarbeiter*innen von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Hassreden und Gewalt im Netz gegenüber Klient*innen und Fachkräften bis hin zu Angriffen in öffentlichen Debatten auf plurale Lebens- und Familienformen oder sexuelle Identitäten und Lebensweisen. Fachkräfte in der Sozialen Arbeit fragen sich, wie sie damit angemessen umgehen können. Die Tagung bietet dazu Informationen und praktische Hilfestellungen.
Sozialarbeiter*innen unterstützen Menschen in sozial benachteiligenden Lebenslagen tagtäglich darin, ihr Wohlbefinden zu verbessern, gesellschaftlich teilhaben zu können und ihren eigenen Lebensweg selbstbestimmt zu gehen. Soziale Arbeit setzt sich gleichzeitig gegen Menschenrechtsverletzungen ein. Insbesondere feministisch ausgerichtete soziale Arbeit war schon früh Angriffen von außen ausgesetzt, etwa dort wo sie Missbrauch und Gewalt innerhalb von Familien thematisierte und Angebote wie bspw. Frauenberatungsstellen bei Gewalt entwickelte, in denen auch Lebensformen jenseits von gewalttätigen Partner*innen denkbar wurden. Seit den späten 90er Jahren und verstärkt in den letzten fünf Jahren ist eine neue Welle antifeministischer Angriffe zu verzeichnen.
Bis jetzt sind die Auswirkungen dieser Angriffe wenig untersucht, haben aber gleichzeitig schon direkte Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen sozialer Arbeit. Im Rahmen der Fachtagung, die sich an Fachkräfte in der sozialen Arbeit und Multiplikator*innen richtet, werden diese Entwicklungen näher beleuchtet. Wichtige Fragen sind: Wer sind die antifeministischen Akteur*innen? Was sind ihre Themen? Welche Angriffsweisen kommen zum Einsatz? Welche historischen Kontinuitäten sind gegeben? Welche neuen Entwicklungen sind zu beobachten?
Für die Praxis werden konkrete Strategien im Umgang mit Antifeminist*innen vorgestellt (bezogen auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kindes- und Jugendalter, Hate Speech im Internet, Jugendarbeit, Frühkindliche Bildung/Kitas, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Frauenhäuser) und in Praxisworkshops bearbeitet.

Fachkontakte:

Gunda Werner Institut: Henning von Bargen, Email vonbargen@boell.de

AWO Bundesverband e.V.: Sarah Clasen, sarah.clasen@awo.org

Das Programm wird Ihnen ab April 2017 zugehen und auf den Websites von AWO und Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht. Ab dann ist auch eine Anmeldung möglich.
Ort:  Berlin
Zeit: 11:00 - 17:00 Uhr
08.06.2017 Fachtagung „Was raten Sie mir?“ – Wege in der Diskriminierungsberatung
PROGRAMM
09:30 Uhr Ankommen
10:00 Uhr Begrüßung durch den Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e. V.
Grußworte Professorin Anne Lequy, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal
und Hildegard Rode, Stabsstelle Demokratieentwicklung beim Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes
Sachsen-Anhalt

Vortrag Sandra Dänekas, Netzwerkstelle AGG, Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. „Präventionsarbeit im Diskriminierungsschutz“

Vortrag Professorin Katrin Reimer-Gordinskaya, Hochschule Magdeburg-Stendal „Diskriminierung und Vernetzung im ländlichen Raum“

Vortrag Daniel Bartel, Geschäftsführung Antidiskriminierungsverband
Deutschland (advd) „Voraussetzungen für eine qualifizierte
Antidiskriminierungsberatung“

Podiumsdiskusision:
Dr. Michael Zander, Moderation, Wissenschaftliche Lehrkraft der Hochschule Magdeburg-Stendal
Professorin Katrin Reimer-Gordinskaya, Hochschule Magdeburg-Stendal
Stella Khalafyan, Integrationskoordinatorin des Landkreises Stendal
Daniel Bartel, Geschäftsführung Antidiskriminierungsverband
Deutschland (advd)

13:00 - 14:00 Uhr Imbiss und Networking

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 06. Juni 2017 an agg@landesfrauenrat.de
oder telefonisch unter
0391 / 636 050 96.
Ort:  Hochschule Magdeburg-Stendal, Osterburger Straße 25, Haus 1, Aula
Zeit: 09:30 - 14:00 Uhr
29.06.2017 GLAUBE UND GESCHLECHT – GENDER REFORMATION Internationale und interdisziplinäre Tagung an der Otto - von - Guericke - Universität Magdeburg
Internationale und interdisziplinäre Tagung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Refor-
mationsjubiläum 2017
29. Juni -1. Juli 2017, Magdeburg
Die Reformation wurde durch das religiöse Engagement der Laiengetragen, ein Aufbruch, der Frauen völlig
neue Handlungsmöglichkeiten eröffnete und die Geschlechterordnung in den europäischen Ländern nach-
haltig veränderte. Sie hat daher nicht nur einen einschneidenden Wandel durch die erstmalige Möglichkeit
der Wahl zwischen Glaubensrichtungen bewirkt, sondern durch die Ehelehren Martin Luthers und weiterer Reformatoren die Rollen von Männern und Frauen, Müttern und Vätern sowie die Vorstellungen vom Zusammenleben
der Geschlechter nachhaltig und bis in die Gegenwart
geprägt. Geschlechterfragen und die Einbindung von Frauen bilden trotz der Ökumene bis heute – als letzte Bastion der einen, als liberales Aushängeschild der anderen Konfession – den immer wieder betonten
Unterschied zwischen Katholizismus und Protestantismus.
Die interdisziplinäre wie internationale Tagung „Glaube und Geschlecht – Gender Reformation“ möchte sich mit diesem Grundlagenthema der Reformation vor allem unter der Perspektive der Wechselbeziehungen zwischen „Glaube und Geschlecht“ auseinandersetzen.

Tagungsorte:
29. Juni 2017
Kulturhistorisches Museum, Kaiser - Otto - Saal, Otto - von
- Guericke Straße 68-73, 39104 Magdeburg
30. Juni und 1. Juli
Senatssaal der Universität, Geb. 5, Raum 205, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

Anmeldung:
bis 15. Juni 2017 unter:
stefanie.fabian@ovgu.de
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Eva Labouvie, Fakultät für Humanwissenschaften,
Institut II: Gesellschaftswissenschaften, Bereich
Geschichte, Geschichte der Neuzeit und Geschlechterforschung,
Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg

Organisation:
Stefanie Fabian, Fakultät für Humanwissenschaften,
Institut II: Gesellschaftswissenschaften, Bereich Ge-
schichte, Geschichte der Neuzeit und Geschlechterforschung
Ort:  Uni Magdeburg
27.07.2017 Veranstaltungsreihe „Friendly Fire – Feministische Aushandlungen zwischen Vereinnahmung und Emanzipation“
Die Vortragsreihe greift aktuelle Auseinandersetzungen zu den Themen ‚sexualisierte Gewalt‘ und ‚biologische Reproduktion‘ sowie beobachtbare Vereinnahmungstendenzen von feministischen Argumentationen und Positionen auf.

Die Vortragsreihe Friendly Fire ist eine Kooperation zwischen der "Fördergemeinschaft Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg e.V" und dem Projekt FEM-Power an der Hochschule Merseburg.

Termine:
27.07.2017 – „Let’s talk about Schwangerwerdenkönnen“ mit Antje Schrupp
21.09.2017 – „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“ mit Mithu Sanyal
Ort:  Hochschule Merseburg, Raum G/2/26 (Senatssaal)
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