
Ich kandidiere für DIE LINKE in Sachsen-Anhalt bereits das 4.Mal.
Im Parlament bin ich also bereits eine „alte Häsin“ – wie man so schön sagt. In einer Hand voll Politikfelder war ich unterwegs: in der Kulturpolitik und der Gleichstellungspolitik. Am besten trifft es, wenn ich sage, dass ich mich als Sozialpolitikerin – und das durchaus im weitesten Sinne – verstehe. Ich bin von Hause aus Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin. Und so interessiert mich vor allem Politik, die in mit Menschen zu tun hat, Politik, die danach fragt, wie sie leben, was ihnen die Gesellschaft bietet oder eben nicht. Vor allem aber, was man tun muss, damit sich jede und jeder auf seine Weise gut entwickeln kann, gefördert, aber auch gefordert wird. In den vergangenen drei Jahren habe ich DIE LINKE im Bildungskonvent für Sachsen-Anhalt vertreten. Das war für mich eine sehr lehrreiche Zeit.
Zwei Dinge – dort erneut gelernt – gehören zu meinen wichtigsten Erfahrungen.
Zum einen: Politik von oben verordnet, ist deutlich weniger erfolgreich, als Politik, die eigene Initiative ermöglicht. Damit ist natürlich nicht gemeint, Verantwortung abzuschieben und permanent Ressourcen einzusparen. Nein! Politik ist zuständig dafür, dass eigene Initiative gelingen kann, dass Akteurinnen und Akteure vor Ort abwägen und selbst entscheiden können, ohne immer nur den Mangel zu verwalten.
Zum zweiten: Sozialpolitik gelingt vor allem dann, wenn der Zugang zu Bildung allen gleichermaßen offen steht – und zwar lebenslang. Eine gute Bildung hat die größten Potenziale, Armut zu verhindern und ein selbstbestimmtes Leben zu möglich zu machen. Offen gestanden: Ich bin eine Kritikerin des gegliederten Schulsystems, weil ich diese Struktur für eine der größten Lernbarrieren für Kinder und Jugendliche halte. Viel zu früh auf ein Bildungsgleis gesetzt, werden die Chancen, nochmal richtig „durchzustarten“ immer geringer. Hinzu kommt: Vielfalt – auch in sozialer Hinsicht – wird für Kinder und auch für Lehrkräfte gar nicht mehr erlebbar, wenn Kinder schon früh sortiert werden. Ich halte längeres gemeinsames Lernen für eine gute Perspektive. Step by step auf den Weg zu einer Gemeinschaftsschule, die viel Platz für Individualität und individuelle Förderung bietet – unter einem gemeinsamen Dach. Dazu muss es uns gelingen, Vielfalt für alle Kinder als Gewinn zu gestalten. Jedes Kind dort abzuholen, wo es ist und den Entwicklungsweg so lange wie möglich offen zu halten.
So würde ich eines meiner wichtigsten Wahlziele beschreiben.
Noch ein paar Worte zu mir selbst: Ich bin 47 Jahre, lebe sehr glücklich in meiner Familie, genieße und erlebe einen Kreis von sehr engen FreundInnen als Rückzugsgebiet mit viel Spaß und Geborgenheit. Ich bin eine leidenschaftliche Saunagängerin, mag Ski fahren, liebe Krimis und fahre sehr gern Rad – in der Natur und im Arbeitszimmer – je nach Wetterlage. Mein Sohn ist mittlerweile fast 25 Jahre und studiert in Halle. Dort wo ich auch zu Hause bin. Ich mag die Stadt sehr. Politisch gesehen ist mein Zuhause schon seit langer Zeit in Bernburg. Ich (wahl)kämpfe dort – im Wahlkreis 21 – um das Direktmandat.
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Ihre Birke Bull