Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wenn eine Frau zur Realität durchdringt, lernt sie ihren Zorn kennen, und das heißt, sie ist bereit zu handeln.
* Marly Daly
16.12.2014

Aktionen zum Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen"

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wird jährlich genutzt, um mit Fahnenaktionen, Gedenkstunden, Fachveranstaltungen etc. auf das aktuelle Problem der Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam zu machen. Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt begeht hierzu traditionell eine Gedenkstunde im Landtag und hisst gemeinsam mit der Ministerin Dr. Angela Kolb die Fahne von “terre des femme” vor dem Justizministerium.

Um 15.30 Uhr hissten Gleichstellungsministerin Dr. Angela Kolb und die stellvertretende Vorsitzende des Landesfrauenrates Cornelia Lüddemann die Fahne der Frauenrechtsorganisation „Terres de Femmes", um damit ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und insbesondere auf die Opfer von häuslicher Gewalt aufmerksam zu machen. Grußworte wurden auch von Hannelore Günther aus München und Michael Drogand-Strud aus Nordrhein-Westfalen als Bundesvertreterinnen der Arbeitsgemeinschaften für Jungen- und Mädchenarbeit gehalten.

Lilly Lindner

Im Anschluss kamen über 40 Interessierte in den Landtag, um der traditionellen Gedenkstunde anlässlich des Tages beizuwohnen. Hier nährte sich der Landesfrauenrat in diesem Jahr im Rahmen einer Lesung den unterschiedlichsten Auswirkungen von Gewalt auf die körperliche und seelische Gesundheit. In einem Grußwort benannte die stellvertretende Vorsitzende Cornelia Lüddemann einige der Auswirkungen und betonte wie wichtig es sei, dass Professionelle im Gesundheitssystem Gewalt erkennen und sensibel für Anzeichen sind. Denn nicht alle Betroffenen sind in der Lage sich zu öffnen und ihre Betroffenheit so darzustellen wie Lilly Lindner, die berührend über schwer zu Ertragendes schreibt und die Teilnehmenden der Veranstaltung mit ihrer Lesung aus den Büchern „Da vorne wartet die Zeit", "Bevor ich falle" und „Splitterfasernackt" so sehr fesselte, dass diese im Nachgang regelrecht sprachlos waren.

 

Tex: Manuela Knabe-Ostheeren

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