Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Verhältnisse treiben, statt sich von ihnen treiben zu lassen.
* Elise Bartels
23.04.2014

Broschüre: Alleinerziehende unter Druck - Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf

Obwohl 70 Prozent der Alleinerziehenden erwerbstätig sind, darunter 45 Prozent in Vollzeit, reicht in vielen Ein-Eltern-Familien das Einkommen nicht aus. Im Sozialrecht können sie dann eine Vielzahl an Leistungen beantragen – sei es in Kombination oder alternativ zueinander. Kaum nachvollziehbar sind dabei die unterschiedlichen Antragsformalitäten und die gegenseitigen Anrechnungsmodalitäten. Letztere setzen zudem in Verbindung mit den gerade für Alleinerziehende im unteren und mittleren Einkommensbereich besonders hohen Belastungen durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge Anreize gegen die Aufnahme oder Ausweitung einer Erwerbstätigkeit – und halten Alleinerziehende in einer „Sozialleistungsfalle“. 39 Prozent aller Alleinerziehenden leben von Hartz IV mit einer oft überdurchschnittlich langen Verweildauer, ein Drittel davon sind „Aufstocker“. Dabei würden die allermeisten Alleinerziehenden laut Umfragen trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen gerne (mehr) arbeiten.

Prof. Dr. Anne Lenze, Hochschule Darmstadt, untersuchte in dieser Studie für die Bertelsmannstiftung verschiedene Rechtsgebiete, die die ökonomische Situation von Alleinerziehenden beeinflussen. Dabei folgt der Aufbau der Untersuchung den gängigen Möglichkeiten der Existenzsicherung für Alleinerziehende.

Die Broschüre finden Sie hier.

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