Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.
* Gerda Lerner
12.05.2014

Arbeitsmarkt: Hohe Befristungsrate bei Lehr- und Erziehungskräften

In keiner anderen Branche werden häufiger befristete Arbeitsverträge abgeschlossen als im Bereich Erziehung und Unterricht, stellt die dbb-bundesfrauenvertretung fest. Ihre Vorsitzende, Helene Wildfeuer, kritisiert die hohe Befristungsrate von über 17 Prozent als systematische Benachteiligung von Frauen, die das Gros der Lehr- und Erziehungskräfte stellen.

Die meisten befristet Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2013 in der Branche Erziehung und Unterricht. Dort lag der Befristungsanteil bei 17,2 Prozent. Dies ging kürzlich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke hervor.

dbb: Öffentlicher Dienst muss Vorreiter sein
Aber auch in den übrigen Bereichen der öffentlichen Verwaltung seien weibliche Beschäftigte stets häufiger von Befristung betroffen als Männer. „Das Risiko, nach einer Erziehungspause in prekäre Beschäftigung zu geraten, ist damit für Frauen ungleich höher“, so Wildfeuer. Sie forderte die Bundesregierung deshalb erneut auf, die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung zu beseitigen. „Der öffentliche Dienst muss hier Vorreiter für die Wirtschaft sein. Unbefristete Arbeitsverträge sind ein zentrales Steuerungselement, nicht nur, um den immer dramatischer werdenden Fachkräftemangel abzubremsen, sondern auch im Ringen um eine geschlechtergerechte Arbeitswelt“, so die Vorsitzende der dbb-bundesfrauenvertretung.

AutorIn: Ulrike Helwerth
Erstellt am: Montag 05. Mai 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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