Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini
28.01.2013

Ausschreibung: Katharina-von-Bora-Preis 2013

Katharina-von-Bora-Preis steht für herausragendes weibliches Engagement (“Katharina-Botschafterin”) und wird zum 4. Katharina-Tag am 29./30. Juni 2013 in Torgau, Themenjahr: “Reformation und Toleranz”, verliehen.
Die Schirmherrin ist Professor Dr. Gesine Schwan

Katharina von Bora floh im Jahr 1523 im Alter von 24 Jahren aus dem Kloster Nimbschen, um sich ihre eigene Meinung von den reformatorischen Ideen außerhalb der Klostermauern zu bilden. Gemeinsam mit acht weiteren Nonnen erreichte sie Torgau – ihre erste Station auf dem Weg in ihr bürgerliches Leben. Sie wurde später die starke Frau an Martin Luthers Seite, sein “Herr Käthe”. Ihr Lebenskreis schloss sich im Jahr 1552 wieder in Torgau. Hier befinden sich in der heutigen Katharinenstraße ihr Sterbehaus sowie ihr Grabstein in der Torgauer Marienkirche. Seit dem Jahr 2010 erinnert alljährlich der Katharina-Tag in Torgau mit kulturellen Veranstaltungen an diese couragierte und außergewöhnliche Frau.

Katharinas Botschaft ist keine niedergeschriebene, sondern eine gelebte. Sie war Mutter von sechs Kindern, verwaltete und bewirtschaftete umfangreiche Ländereien, betrieb eine Bierbrauerei und führte ein offenes Haus für Luthers zahlreiche Studenten. In Zeiten der Pestepidemie baute sie eine Krankenstation und ein Hospiz auf. Der Katharina-Tag möchte Katharina von Bora und ihre Botschaft in die Gegenwart transportieren und ist daher auch ein Fest für couragierte und engagierte Frauen von heute.

Die Stadt Torgau vergibt im Jahr 2013 zum dritten Mal den Katharina-von-Bora-Preis bzw. den Titel Katharina-Botschafterin. Die Katharina-Botschafterin identifiziert sich mit Katharina von Bora als einer selbstbewussten Frau und engagiert sich für ein eigenes Projekt im gemeinnützigen Bereich – unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Konfession. Das Preisgeld fließt unmittelbar an dieses gemeinnützige Projekt.

Vorschlag/Teilnahme:
Die potentielle Preisträgerin muss von einer anderen Person vorgeschlagen werden und mit ihrem Vorschlag einverstanden sein. Vorgeschlagen werden kann jede Frau, die sich in besonderer Weise für ein konkretes gemeinnütziges Projekt engagiert (Kriterien für Gemeinnützigkeit nach A7 52 Abs. 2 AO).

Die Projekte sollen hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden und sich in der Praxis bewährt haben. Im Themenjahr “Reformation und Toleranz” soll der Fokus auf Projekte zum Thema Toleranz gelegt werden. Dies können z.B. folgende Projekte sein:

  • zum interreligiösen, interkulturellen oder generationenübergreifenden Dialog
  • zum Abbau von Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit sowie zur Integration von Migranten
  • zur Sensibilisierung für verschiedenartige Lebensformen

1. Preis: 3.000 Euro, 4 weitere Anerkennungspreise
Einsendeschluss: 15. März 2013

Die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.katharinatag.de. Bitte verwenden Sie nur das dafür vorgesehene Formblatt und reichen die darin genannten Anlagen ein. Bitte keine Unterlagen, die den darin genannten Rahmen überschreiten. Bitte keine handschriftlichen Anlagen. Die eingereichten Materialien können aus Zeit- und Kostengründen nicht zurückgeschickt werden. Die Teilnahme am Wettbewerb setzt voraus, dass wir über das Projekt berichten dürfen.

Preisverleihung:
Die Preisverleihung findet zum 4. Katharina-Tag am 29. Juni 2013 in Torgau statt. Reise- und Übernachtungskosten der Preisträger sowie einer Begleitperson werden übernommen. Bedingung der Bewerbung ist, dass die vorgeschlagenen Preisträger zum Termin der Preisverleihung anwesend sein können.

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