Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini
05.08.2016

Ausstellung "Frauen kämpfen um ihr Recht – In der DDR geschieden, durch den Einigungsvertrag diskriminiert" in Halberstadt eröffnet

Am Mittwoch, dem 03. August 2016 wurde dazu eine eindrucksvolle Ausstellung im Landratsamt Halberstadt in der Friedrich-Ebert-Straße 42 eröffnet. Der Landesfrauenrat präsentiert dort eine großformatige Fotoausstellung für den Verein der in der DDR geschiedenen Frauen. “Frauen kämpfen um ihr Recht – In der DDR geschieden, durch den Einheitsvertrag diskriminiert” ist sie überschrieben.

16 Frauen schauen den Betrachter an, schildern in einer kurzen Biografie ihre besondere Situation, die weder im Einigungsvertrag noch in der Rentenüberleitung berücksichtigt wurde. Denn mit dem Einigungsvertrag wurde geregelt, dass das bisher ursprünglich in der BRD geltende Rentenrecht ab 1992 für das gesamte Bundesgebiet, also auch für die neuen Bundesländer, gilt. Die DDR-Regelungen entfielen ersatzlos. So wurde die Pflege Angehöriger aberkannt, freiwillige und symbolische Beitrage (die es in der DDR gab) wurden entwertet. Es zählten nicht mehr die letzten 20, sondern alle Berufsjahre. So sank das Rentenniveau weit unter die erbrachte Leistung. Einen Ausgleich von ihren Männern, wie es das bundesdeutsche Rentenrecht vorsieht, erhalten die Frauen nicht.

Die Ausstellung ist noch bis Ende August im Landratsamt zu sehen. Danach wird sie in Halle und Magdeburg gezeigt.

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