Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Insbesondere Geld, gesellschaftliche Akzeptanz, Ungebundenheit und Macht sind auch heute noch so ungleich verteilt, dass wir schlechterdings nicht behaupten können, Frauen rivalisierten unter gleichen Bedingungen.
* Christine Bergmann
18.08.2017

Beirat für geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt gegründet

Magdeburg (MJ). Ein Beirat wird Justiz- und Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding künftig in Fragen der Gleichstellungs- und geschlechtergerechten Politik beraten. Am Donnerstag trat in Magdeburg der Beirat für das „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Keding dankte den Mitgliedern für ihre Bereitschaft, ehrenamtlich im Beirat mitzuwirken. Durch die große Anzahl von Akteurinnen und Akteuren, Nichtregierungsorganisationen und Vereinen, die sich der Gleichstellungsarbeit ganz oder teilweise in den unterschiedlichsten Schwerpunkten wie beispielsweise der Gesundheitspolitik oder der frühkindlichen Bildung widmen, spiegelt die Besetzung des Beirats das heterogene Feld der gleichstellungspolitischen Akteure unterschiedlichster fachlicher und thematischer Anbindung in Sachsen-Anhalt wider. Erstmals in der Geschichte des Beirats sind auch LSBTTI-Vereine vertreten. Keding sagte: „Gleichstellungspolitik betrifft alle Bereiche des öffentlichen Lebens und muss eine selbstverständliche Aufgabe der gesamten Gesellschaft sein.“

Das Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt wurde 2011 beschlossen. Zunächst durch eine Lenkungsgruppe begleitet, wurde die Beratung der Ministerin seit 2015 durch einen Beirat wahrgenommen, der sich nun neu konstituiert hat.

Der Beirat hat die Aufgabe, die Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt in wissenschaftlichen und fachlichen Sachverhalten zum Landesprogramm zu beraten und zu unterstützen und somit in diesem Sinne aufklärend in der Öffentlichkeit zu wirken. Diese Aufgabe gewinnt zusätzlich angesichts der bevorstehenden Fortschreibung des Landesprogramms an Bedeutung.

Mitglieder des Beirats wurden u. a. von folgenden Institutionen vorgeschlagen.

  • Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e. V.
  • Deutscher Familienverband, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
  • Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e. V.
  • Landesintervention und -koordination bei häuslicher Gewalt und Stalking – LIKO
  • Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg
  • Koordinierungsstelle Geschlechter-forschung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC)
  • Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e. V.
  • Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, Otto von Guericke-Universität Magdeburg
  • Bistum Magdeburg, Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
  • Lesben- und Schwulen-politischer Runder Tisch in Sachsen-Anhalt
  • Handwerkskammer (HWK) Magdeburg
  • Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e. V.

Quelle:
Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Nr. 039/17

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