Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Ich habe nie genau herausgefunden, was der Feminismus eigentlich ist. Ich weiß nur, dass man mich als Feministin bezeichnet, wann immer ich Gedanken äußere, die mich von einem Fußabtreter unterscheiden.
* Rebecca West
06.12.2011

Bundestag beschließt Gesetz für Frauenhilfetelefon

Der Bundestag hat am 1. Dezember in zweiter und dritter Lesung einstimmig den von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgelegten Gesetzentwurf zur Einrichtung des Frauenhilfetelefons beschlossen. “Mit dem Hilfetelefon stellen wir Gewaltopfern eine 'Erste-Hilfe-Nummer' zur Seite, damit der Schritt aus der Gewalt einfacher und schneller möglich wird”, sagte Kristina Schröder.

Beratungsangebot ohne Hürden und Barrieren
Das neue Hilfetelefon ist eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Beratungsangeboten, gerade für solche Gewaltopfer, für die der Weg in eine Beratungsstelle körperlich, sprachlich oder kulturell bedingt eine große Hürde darstellt: etwa Frauen mit Migrationshintergrund, Opfer von Menschenhandel und Zwangsverheiratung oder Frauen mit Behinderung.

Das Telefon soll neben den betroffenen Frauen auch Menschen aus ihrem sozialen Umfeld und Personen zur Verfügung stehen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Gewaltopfern zu tun haben. Unter einer bundesweit einheitlichen Rufnummer bieten qualifizierte Beraterinnen kostenlos, vertraulich und bei Bedarf mehrsprachige Beratung und vermitteln an Anlaufstellen vor Ort. Das Hilfeangebot ist barrierefrei.

Start für Ende 2012 geplant
Das Hilfetelefon wird auf der Grundlage des im Bundestag beschlossenen Gesetzes aufgebaut. Im Laufe des kommenden Jahres werden die Beraterinnen eingestellt, eine Datenbank als Grundlage für die Weitervermittlung der Frauen zu den Beratungsstellen und Frauenhäusern vor Ort aufgebaut und eine Öffentlichkeitskampagne gestartet. Die Freischaltung ist für Ende 2012 geplant.

Quelle: BMFSFJ

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