Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
11.03.2016

Das Übersehenwerden hat Geschichte - Publikation Lesben in der DDR erschienen

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt will fehlende Gleichberechtigung sichtbar machen und setzt sich für eine sozial gerechte Gesellschaft ein. Gern weisen wir daher auf die soeben erschienene Publikation hin: „Das Übersehenwerden hat Geschichte“.

2015 führte die HBS unter dem Motto “Das Übersehenwerden hat Geschichte – Lesben in der DDR und in der friedlichen Revolution” eine Tagung in Halle durch. Denn auch 25 Jahre nach der friedlichen Revolution ist die Geschichte, die offiziell gewusst und erinnert wird, oft eine westdeutsche und männliche. Frauen bleiben in der historischen Betrachtung meist unsichtbar oder werden am Rande miterwähnt.
Ebenso erging es den ostdeutschen Lesben mit Blick auf die Geschichtsschreibung zur Homosexualität in der DDR. Denn meist sind ausschließlich Schwule gemeint, wenn von „homosexuellen Gruppen“ die Rede ist. Die Existenz zahlreicher Lesbengruppen und ihr Engagement zur Zeit der friedlichen Revolution bleiben in zeitgeschichtlichen Betrachtungen häufig unerwähnt.
Ziel der Tagung war eine erneute historische Analyse. Nur im Abgleich mit Vergangenem wird deutlich, welche Mechanismen beständig bis heute fortwirken.
Exemplare können kostenlos bestellt oder aus dem Netz heruntergeladen werden.
Herausgegeben 2016 von Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

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