Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini
07.04.2011

Datenbank zur Aufklärung der Geschlechterunterschiede in der Gesundheitsforschung erstellt

Männer und Frauen sind verschieden. Das gilt sowohl für ihre biologischen Eigenschaften, als auch für ihre Lebensbedingungen und Lebensweisen und damit auch hinsichtlich Gesundheit und Krankheit. Nicht immer wird das bei Diagnose und Behandlung adäquat berücksichtigt. In der Vergangenheit oft zu Lasten von Frauen, denn viele medizinische Standards sind traditionell an Männern ausgerichtet.

Nun wurde erstmals eine umfassende Datenbank zu Geschlechterunterschieden in großen klinischen Fächern der Inneren Medizin erstellt. Sie entstand im Rahmen eines Pilotprojekts zur Geschlechterforschung in der Medizin unter Leitung von Frau Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charitè Universitätsmedizin Berlin. Für den Aufbau der Datenbank wurden 10.000 Publikationen im Bereich der klinischen, pharmakologischen und Grundlagenforschung analysiert, in Tabellen gegliedert und abgespeichert. Sie decken die Fachgebiete Herz- und Lungenerkrankungen, Rheumatologie, Immunologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Hämatologie, Onkologie, Neurologie und Nierenerkrankungen ab.

Passwort und Nutzerinformationen für das Webarchiv können unter sabine.oertelt-prigione@charite.de oder roza.parol@fu-berlin.de angefordert werden.

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