Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Es würde viel weniger Böses auf Erden geben, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
* Marie von Ebner-Eschenbach
29.05.2017

"Der Staat verlangt Quote von der Privatwirtschaft, bringt sie aber selbst nicht"

In Unternehmen der öffentlichen Hand ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen noch deutlich niedriger als in der Privatwirtschaft. Dies ergab eine aktuelle Studie der Universität Friedrichshafen, die 1.488 Betriebe in 69 Städten erfasste und einen Frauenanteil in Führungspositionen von durchschnittlich 17% erbrachte. Im Länderranking stehen Berlin mit 30,1%, Bremen mit 26,3% und Thüringen (24,5%) an der Spitze und Niedersachsen (10,7%), Bayern (9,7%) sowie Rheinland-Pfalz (7,2%) am Schluss der Tabelle. Im Bundesdurchschnitt kommen 16,8% Frauen auf 100 Führungskräfte kommunaler oder staatlicher Unternehmen. Während die Stadtstaaten und die ostdeiutschen Bundesländer, Sachsen-Anhalt ausgenommen, besser abschneiden als der Bundesdurchschnitt, liegen alle westdeutschen Länder, ausgenommen das Saarland, unter dem Durchschnitt. Der Leiter der Studie, Prof. Ulf Papenfuß, nennt es in seiner Bilanz “fragwürdig und inkonsequent”, dass die vom Staat den privaten Unternehmen auferlegten Vorschriften zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen von den Betrieben in öffentlicher Hand missachtet würden.

Die Studie „Frauen in Top-Managementorganen öffentlicher Unternehmen- Deutschlandweiter Städtevergleich zeigt weiter niedrige und regional stark schwanke Repräsentation“ finden sie hier

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