Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Was hätte man davon, wenn man klein täte; es hülfe doch niemand aus der Not, und der Mensch ist so glücklich, wenn er bedauern kann.
* Jenny Marx
15.04.2015

djb begrüßt weitergehende Selbstverpflichtung: fifty-fifty bei Karriere und Familie

Wie am 1. April 2015 bekannt wurde, haben die Bundesregierung und die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine neue Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft abgeschlossen: die DAX-Unternehmen haben sich verpflichtet, ab dem 1. April 2016 die Aufsichtsräte und die Vorstände zu je 50 Prozent mit Frauen zu besetzen.

Gleichzeitig soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer verbessert werden, beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten und Arbeitsformen, Gleitzeitarbeit, Einführung von Arbeitszeitkonten, Sabbat-Jahren, Telearbeit, Job-Sharing sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Ramona Pisal, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb): “Die Kinder brauchen entspannte und motivierte Väter, um in Kindergarten und Schule bestehen zu können. Die Spitzenverbände der Wirtschaft und die Bundesregierung sind sich einig, dass es sich Deutschland auf Dauer nicht leisten kann, in großem Umfang in Bildung und Ausbildung von Männern zu investieren und das so gebildete Potenzial zur Erziehung der nächsten Generation dann nicht zu nutzen.”

Alle zwei Jahre wird eine hochrangige Gruppe “Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft” aus zehn Expertinnen die Umsetzung dieser Vereinbarung und die erzielten Fortschritte in den Unternehmen bilanzieren.

Quelle: djb

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