Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Menschrechte haben kein Geschlecht.
* Hedwig Dohm
18.03.2019

Equal Pay Day 2019 - Lohnlücke bleibt

Heute ist Equal Pay Day. Auch 2019 werden Frauen bis zum 18. März wieder umsonst arbeiten. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zeigen keine Veränderung beim Gender Pay Gap. Unter dem Motto WERTSACHE Arbeit soll im Kampagnenjahr 2019 über den Wert und die Bewertung von männlicher und weiblicher Erwerbsarbeit aufgeklärt werden, zur Diskussion anregen und zeigen: Lohngerechtigkeit ist möglich, wenn wir bei der Bewertung von Arbeit die gleichen Maßstäbe ansetzen – für Mann und Frau! Daher zeigen wir euch heute mal die Lohnunterschiede in den einzelnen Berufsfeldern in Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt gibt es laut Kay Senius, Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen, erklärte auf der gemeinsamen Pressekonferenz am 06.03.2019, dass statistisch die Frauen in Sachsen-Anhalt etwas mehr Geld in der Lohntüte haben als die Männer. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass dies nur bei Vollzeitbeschäftigung und durch einige wenige Berufsgruppe erreicht wird.

Allerdings wächst die Teilzeit, während die Vollzeitbeschäftigung zurückgeht. Danach sind in Sachsen-Anhalt fast 62 Prozent der Frauen zwischen 15 und 65 Jahren entweder sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt. Bundesweit seien es knapp 57 Prozent, im Osten Deutschlands 60,8 Prozent.

Das Beschäftigungswachstum bei den Frauen beruht in den vergangenen Jahren auf Teilzeitjobs. Um 14,9 Prozent auf etwa 188 500 sei die Zahl der teilzeitbeschäftigten Frauen zwischen 2013 und 2018 gestiegen, während gleichzeitig die Zahl der weiblichen Vollzeitbeschäftigten um 5,7 Prozent auf rund 203 900 zurückging. Bei den Männern hingegen hätten sowohl Teil- als auchmVollzeitbeschäftigung zugelegt. Den Zahlen zufolge sind fast viermal mehr Frauen teilzeitbeschäftigt als Männer.

Die Vorsitzende des Landesfrauenrats Sachsen-Anhalt, Eva von Angern betonte, dass sich die niedrigen Löhne in Kombination mit den geringen Arbeitszeiten bei vielen Frauen problematisch auf die Altersversorgung auswirkten. Sie forderte eine Erhöhung des Mindestlohnes, davon würden Frauen besonders stark profitieren. Der Arbeitsmarkt sei ein wichtiger Faktor mit Blick auf das Thema
Altersarmut. Gemeinsam mit Senius wies sie auf die schwierige Situation vieler Alleinerziehender im Land hin. Mehr als 40 Prozent der Ein-Eltern-Familien seien auf die Grundsicherung angewiesen.

nach oben