Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
14.07.2014

Equal Pay: JustizministerInnen diskutieren Lohntransparenz auch für kleine Unternehmen

Die Große Koalition will die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern abbauen. In ihrem Koalitionsvertrag hat sie vereinbart, Unternehmen ab 500 Beschäftigte zu Lohntransparenz und zu einem individuellen Auskunftsanspruch für ArbeitnehmerInnen zu verpflichten. Auch die JustizministerInnen der Länder hat das Thema Entgeltgleichheit Ende Juni auf ihrer diesjährigen Konferenz (JMK) beschäftigt.

In ihrem Beschluss zur “Transparenz der Entgeltstruktur in großen Unternehmen” betont die JMK, dass transparente Entgeltstrukturen in Betrieben eine wichtige Voraussetzung seien, Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen. Sie pflichtet damit einer ensprechenden Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung bei.

Gesetzentwurf möglichst zeitnah
Nun erwartet die JMK einen schnellen Umsetzung des Koalitionsvertrags. In ihrem Beschluss fordert sie die Bundesregierung auf, möglichst zeitnah einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Der individuelle Auskunftsanspruch der Beschäftigten, wie ihn die Koalition aus CDU/CSU und SPD vorsieht, halten auch die LänderministerInnen für notwendig.

In einem Punkt allerdings sehen sie Prüfbedarf. So will die Bundesregierung nur diejenigen Unternehmen zur Entgeltgleichheit verpflichten, die mehr als 500 Beschäftigte haben. Das stellen die Länder zumindest in Frage: „Darüber hinaus bitten die Justizministerinnen und Justizminister die Bundesregierung zu prüfen, inwieweit eine vergleichbare Transparenz auch für Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten geschaffen werden kann“, heißt es im Beschluss der JMK.

Weitere Informationen:

Beschlüsse der 85. JustizministerInnenkonferenz

AutorIn: Nathalie Sopacua
Erstellt am: Montag 07. Juli 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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