Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jene Gleichberechtigung ist unentbehrliche Voraussetzung, aber nicht das Ziel.
* Lida Gustava Heynemann
12.03.2014

EU-Wahlen 2014 Keine moderne Demokratie ohne Geschlechterdemokratie

EU-Kommissarin Viviane Reding ist die jüngste prominente Unterstützerin der 50/50-Koalition. Dieses Bündnis wird von über 60 VertreterInnen aller Fraktionen im Europäischen Parlament getragen und fordert Geschlechterparität auf allen Entscheidungsebenen von EU-Institutionen. Mit Blick auf die EU-Wahlen in diesem Jahr drängt die Koalition auf eine ausgewogene Besetzung des Parlaments und seiner Leitungspositionen.

Paritätische Besetzung von Wahllisten und Ämtern
Im Mai 2014 wird in den 28 EU-Mitgliedstaaten ein neues Parlament gewählt. Die 50/50-Koalition ruft alle nationalen Parteien dazu auf, ihre Wahllisten für die Europawahlen so aufzustellen, dass im Ergebnis ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei der Zusammensetzung des neuen Parlaments herauskommt. Die Fraktionen im Europäischen Parlament sollen jeweils eine Kandidatin und einen Kandidaten für das Amt des Präsidenten/der Präsidentin benennen und die Geschlechterparität sowohl bei der Nominierung von Ausschussvorsitzenden als auch bei der Zusammensetzung der Büros sicherstellen. In ihren eigenen Reihen sollen sie die geschlechtergerechte Repräsentation in ihren Entscheidungsgremien fördern. Diese Forderungen sind der Erklärung “No Modern European Democracy without Gender Equality”! zu entnehmen, für die die 50/50-Koalition weitere UnterstützerInnen wirbt.

50/50-Kampagne bereits zu Wahlen 2009
Die Europäische Frauenlobby (EWL) hatte die 50/50-Kampagne bereits im Vorfeld der EU-Wahlen 2009 gestartet.

AutorIn: Ulrike Helwerth
Erstellt am: Freitag 24. Januar 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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