Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Was hätte man davon, wenn man klein täte; es hülfe doch niemand aus der Not, und der Mensch ist so glücklich, wenn er bedauern kann.
* Jenny Marx
21.05.2014

Europawahlen 2014 - Wahl-O-Mat: Orientierungshilfe im Dschungel der EU-Politik

25 Parteien stellen sich am 25. Mai zur Wahl für das Europäische Parlament. Zu diesem Anlass bietet die Bundeszentrale für politische Bildung mit ihrem Wahl-O-Mat erneut ein Instrument an, mit dessen Hilfe sich die gewillte Wählerin bzw. der gewillte Wähler grundsätzlich orientieren kann.

Bekanntlich ist die EU-Politik komplex. Dies spiegelt sich auch in den Themen der 38 Thesen wieder, die vom Wahl-O-Mat abfragt werden. Sie berühren alle wichtigen Politikfelder, reichen von der Gemeinschaftswährung Euro über Gentechnik, Flüchtlingspolitik, Mindestlohn, Frauenquote, Prostitution und BürgerInnenentscheide bis zur Agrarsubvention, Finanztransaktionssteuer und dem Ausbau der EU-Außenpolitik. Jede These kann mit Zustimmung, Ablehnung oder Enthaltung beantwortet oder auch übersprungen werden.

Das persönliche Meinungsbild kann anschließend mit den Positionen von bis zu acht in Deutschland zur Wahl stehenden Parteien verglichen werden. Das Übereinstimmungsergebnis wird in Prozent ermittelt. Ergänzend wird auch die Übereinstimmung mit Parteien anderer EU-Länder angezeigt.

Nicht Wahlempfehlung aber Richtungsweiser
Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern eine Art Richtungsweiser. Denn die meisten Wählerinnen und Wähler studieren keine Wahlprogramme, und viele wollen gar nicht wählen gehen oder sind bis kurz vor der Wahlkabine unsicher, wem sie ihre Stimme geben sollen. Der Wahl-O-Mat kann hier helfen und zur Stimmabgabe ermuntern. Selbst für regelmäßige und treue StammwählerInnen kann es interessant sein, spielerisch zu überprüfen, wie stark die eigene politische Einstellung mit den Positionen nicht nur der “eigenen” Partei, sondern auch der anderen übereinstimmt – oder eben auch davon abweicht.

Zum Wahl-O-Mat Europa 2014

AutorIn: Ulrike Helwerth
Erstellt am: Montag 19. Mai 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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