Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Verhältnisse treiben, statt sich von ihnen treiben zu lassen.
* Elise Bartels
13.11.2015

Forscherinnen mit Gender-Preis ausgezeichnet

Zwei ganz unterschiedliche Dissertationsvorhaben sind mit dem erstmals verliehenen Förderpreis für Forschungsvorhaben mit Genderschwerpunkt ausgezeichnet worden. „Der Preis leistet einen Beitrag dazu, die Geschlechterperspektive nachhaltig in alle Bereich der Wissenschaft zu implementieren“, sagte Justiz-Staatssekretär Thomas Wünsch in Halle.
Die mit jeweils 2.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden im Rahmen des 5. Landesweiten Tages der Genderforschung in Halle an Ann-Kristin Glöckner von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Katrin Kappler von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verliehen. Ann-Kristin Glöckner will im Rahmen ihres Dissertationsvorhabens zum Thema „Besatzer*innen und Besetzte. Eine Kulturgeschichte der französischen Okkupation Südwestdeutschlands 1945-1955“ arbeiten; die Juristin Katrin Kappler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht in Halle.
Ein mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis wurde Juliane Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Statistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, für ihr Forschungsvorhaben „Leaky Pipeline in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der MLU Halle-Wittenberg. Wo bleiben die (weiblichen) Habilitanden?“ verliehen.
Den Forschungspreis hatten das Ministerium für Justiz und Gleichstellung und die Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt gemeinsam ausgeschrieben. „Was hat das mit Gender zu tun?“ war gefragt worden. Eingereicht werden konnten Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus allen Forschungsbereichen, die Geschlechteraspekte als Querschnittsthema verstehen und diese aktiv in die eigene Forschung einbinden.

Quelle: Ministerium für Justiz und Gleichstellung

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