Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Erziehung, welche bis jetzt mit wenigen Ausnahmen das weibliche Geschlecht genoss, lief darauf hinaus, die Frauen unselbstständig zu erhalten und ihr eigenes Urteil von den Urteilen anderer abhängig zu machen.
* Louise Otto Peters
14.12.2015

Frauenfrühstück in Wernigerode

Am 26. November fand in Wernigerode das traditionelle Frauenfrühstück, zudem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wernigerode in die Ratswaage einlädt, statt. Gast der Veranstaltung in diesem Jahr war Dr. Stefanie Bohley, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
In ihrem Vortrag legt sie die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit dar, für die sie der Frage nachgegangen ist, inwieweit subjektiv wahrgenommene psychische Belastungen, die der politischen und gesellschaftliche Umbruch (1989/90) in der der DDR für viele Menschen mit sich gebracht hat, mit Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen und in der Folge auch mit Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt selbst in Zusammenhang stehen. Dabei stellte sie fest, dass der Zusammenhang zwischen Belastung und dem Auftreten der Risikofaktoren sowie tatsächlicher Herzkreislauferkrankungen bei Frauen deutlicher zutage tritt als bei Männern.
Die anwesenden Frauen und Männern diskutierten im Anschluss über ihre eigenen Erfahrungen, welche die Untersuchungsergebnisse bestätigten.
Die Veranstaltung war eine Zusammenarbeit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wernigerode mit dem Frauenzentrum Wernigerode und dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt. Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt möchte interessierte Vereine und Zentren, die sich ebenfalls für die Studie von Frau Dr. Bohley interessieren, auffordern sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen. Es ist geplant dieses Veranstaltungsformat in 2016 zu wiederholen.
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