Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Haben und nicht geben ist in manchen Fällen schlimmer als stehlen.
* Marie von Ebner-Eschenbach
17.03.2014

Internationaler Frauentag 2014: „25 Jahre Wende – Wie Frauen Sachsen-Anhalt verändert und geprägt haben“

Fast 25 Jahre ist es her, seit die politische Wende und die deutsch-deutsche Wiedervereinigung stattgefunden haben. Viele positive Veränderungen hat es in unserem Land gegeben, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben und der Wirtschaft. Selbstbewusste, aktive und kluge Frauen haben durch ihr Vorbild und ihre Leistungsbereitschaft an dieser Entwicklung mitgewirkt. Gleichberechtigt haben sie mehr bewegt, als sie es vor 25 Jahren für möglich gehalten hätten.
Die damals mutig erkämpfte Freiheit und soziale Demokratie ermöglichen heute Frauen und Männern sehr gute Entfaltungsmöglichkeiten. Sie engagiert mit Leben zu füllen, stellt aber auch eine persönliche Herausforderung dar, um am Gestaltungsprozess eines friedlichen Zusammenlebens mitwirken zu können. Persönliches Engagement, Vertrauen in die eigenen Stärken und Mut zum Handeln sind dabei wichtige Voraussetzungen.
Heute rücken für Frauen in Deutschland die gemeinsamen Interessen immer stärker in den Vordergrund. Die Ergebnisse der Allensbach-Umfrage Ende des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass inzwischen auch jüngere Frauen die Notwendigkeit erkennen, organisiert gegen Diskriminierungen von Frauen vorzugehen. Frauen haben Aufwind – das ist auch den „Wendefrauen“ zu verdanken. Und das wollten wir mit der Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages in diesem Jahr erreichen – Ihnen Dank und Anerkennung für Ihren Einsatz auf dem Weg zu einer gelebten Gleichberechtigung auszusprechen.

VeranstalterInnen der zentralen Frauentagsveranstaltung waren das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund Sachsen-Anhalt,LandesArbeitsGemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsen-Anhalt.

Mit Engagement Land geprägt Artikel von Albrecht Günther

Zu den Gästen der zentralen Veranstaltung des Landes Sachsen-Anhalt zum Internationalen Frauentag im Oberlandesgericht in Naumburg gehörte auch Sachsen-Anhalts Ministerin für Gleichstellung, Angela Kolb.

*Zentrale Veranstaltung in Sachsen-Anhalt findet in Naumburg statt.
Ministerin Kolb würdigt Rolle der Frauen. Gewerkschaft fordert Gleichstellung.*

Naumburg.
Sachsen-Anhalts Gleichstellungsministerin Angela Kolb hat die Leistung der Frauen beim Aufbau Sachsen-Anhalts gewürdigt. „Viele von ihnen gehören zu den Frauen der ersten Stunde. Sie haben die Wende aktiv mitgestaltet und engagieren sich seit dieser Zeit für die Gleichberechtigung von Frauen“, sagte Kolb gestern während der zentralen Veranstaltung des Landes Sachsen-Anhalt zum Internationalen Frauentag in Naumburg. Sie fand im Festsaal des Oberlandesgerichts statt. Die Frauen, so Kolb weiter, hätten Sachsen-Anhalt geprägt „durch ihr Engagement und auch ihren Mut zu Veränderungen“.
Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsen-Anhalt, der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt und der Deutsche Gewerkschaftsbund Sachsen-Anhalt hatten gemeinsam zu der Veranstaltung unter der Überschrift „25 Jahre Wende – Wie Frauen Sachsen-Anhalt verändert und geprägt haben“ eingeladen.
Kolb hob außerdem die Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten heraus. „In ihren Kommunen prägen sie die Arbeit mit. Ohne sie geht es nicht“, sagte Kolb. Für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik sei eine kontinuierliche Arbeit wichtig. Die Ministerin würdigte darüber hinaus die Arbeit des Landesfrauenrates, der mit 34 überregional aktiven Organisationen die größte außerparlamentarische Kraft für Frauen in Sachsen-Anhalt sei. Er mische sich ein, um Gleichstellung voranzubringen und motiviere Frauen zu politischem Engagement.
Inzwischen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund eine wirtschaftliche Besserstellung der Frauen gefordert. Das bisherige politische Krisenmanagement mindere in vielen Ländern Europas die Chancen der Frauen am Arbeitsmarkt, kappe notwendige öffentliche Dienstleistungen wie Kinderbetreuung und kürze Bildungs- und Sozialausgaben. „Frauen werden in überholte Rollenbilder gedrängt,
dies führt zurück zu einer überwunden geglaubten Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern“, heißt es in einer von der DGB-Region Halle-Dessau verbreiteten Pressemitteilung. „Wir wollen die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche und wirksame europäische Regelungen
vorantreiben: so bei der Durchsetzung von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“, heißt es darin weiter.

Copyright © 2013 Naumburger Tageblatt

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