Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Verhältnisse treiben, statt sich von ihnen treiben zu lassen.
* Elise Bartels
09.11.2015

Friedrich-Ebert-Stiftung: Alterssicherung in Deutschland - negative Bilanz – besonders für Frauen

Trotz Mütterrente und Rentenanstieg für Frauen und Männer um 2,1 Prozent im Westen, 2,5 Prozent in den Neuen Bundesländern stehen Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Altersgenossen schlecht da. Der so genannte Gender Pension Gap, also die Lücke zwischen den Alterseinkommen von Frauen und Männern, liegt in Deutschland bei nahezu 60 Prozent. Im europäischen Vergleich einer der schlechtesten Werte. In der Studie “Alterssicherung: Negative Bilanz – besonders für Frauen” gibt Susan Javad einen Überblick über die Faktoren, die dafür ausschlaggebend sind, dass nur wenige Frauen in Deutschland eigene armutsfeste Renten haben. Deutlich wird auch: Das Problem wird zukünftig eher größer, nicht kleiner werden. Über 40 Prozent der heute 50-jährigen westdeutschen Frauen werden bis zum Renteneintritt lediglich Rentenansprüche unterhalb des Grundsicherungsniveaus erwerben. In Ostdeutschland wird es 20 Prozent ebenso ergehen. Die Gründe dafür liegen auch im aktuellen Gesamtsystem der Alterssicherung in Deutschland. Von den negativen Konsequenzen, die sich daraus im Hinblick auf die Alterssicherung ergeben, sind auch immer mehr Männer betroffen.

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