Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Ich bin dankbar, daß Furcht nicht in die Konstruktion meiner Persönlichkeit einbezogen wurde, sie muß sehr unbequem sein..."
* Helene Lange
27.01.2014

Führungspositionen: Ärztinnenbund fordert 40%-Quote auch für die Medizin

Die Medizin braucht mehr Frauen in Entscheidungspositionen. Doch das gehe nur mit festen Zielvorgaben, sagt der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB). Nicht nur in der Wirtschaft, auch im medizinischen Bereich sei daher die Einführung einer Quote unerlässlich.

Es wird eines der ersten gleichstellungspolitischen Projekte der neuen Bundesregierung werden: Die Quote für Aufsichtsräte. Schon im Koalitionsvertrag haben Union und SPD die Marschroute für ein solches Gesetz vorgezeichnet: Ab 2016 sollen mindestens 30 Prozent Frauen in die Aufsichtsräte der börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen aufgerückt sein. Nun kündigte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) an, gemeinsam mit Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) in den ersten 100 Tagen eine Gesetzesinitiative zur Geschlechterquote in der Wirtschaft auf den Weg zu bringen.

Frauen bislang nur auf der Ebene der Assistenzärztinnen
Der Deutsche Ärztinnenbund hält eine Quote jedoch nicht nur für die Unternehmen der Wirtschaft für notwendig. “Der Einführung der Quote in der Wirtschaft wird absolute Priorität eingeräumt”, so Regine Rapp-Engels. Präsidentin des DÄB, jedoch müssten weitere Schritte auch im Bereich der Medizin folgen, mahnt die DÄB-Chefin. Bislang seien Frauen nur auf der Ebene der Assistenzärztinnen vertreten. “Perspektivisch sollte sich ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis jedoch auch bei Führungspositionen wie Chefärztinnen, Klinikleitungen, in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung und in der Wissenschaft widerspiegeln”.

Der Deutsche Ärztinnenbund unterstützt deshalb auch die Aktion ProQuote Medizin – mehr Frauen an die Spitze und fordert, mindestens 40 Prozent der Führungspositionen in der Medizin und damit auch der Dekanate, der medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbände bis 2018 mit Frauen zu besetzen.

Weitere Informationen:
Deutscher Ärztinnenbund

AutorIn: Nathalie Sopacua
Erstellt am: Freitag 24. Januar 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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