Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Erziehung, welche bis jetzt mit wenigen Ausnahmen das weibliche Geschlecht genoss, lief darauf hinaus, die Frauen unselbstständig zu erhalten und ihr eigenes Urteil von den Urteilen anderer abhängig zu machen.
* Louise Otto Peters
14.03.2018

Gleichstellungspolitische Perspektiven auf den Koalitionsvertrag

Seit heute ist die neue Bundesregierung im Amt. Der Deutsche Frauenrat begrüßt viele Aspekte des Koalitionsvertrags – wie die Anerkennung von Gleichstellung als Querschnittsthema und das Bekenntnis gegen Sexismus. Jetzt kommt es darauf an, wie die Vereinbarungen in den nächsten vier Jahren konkret umgesetzt werden. Wann können wir mit einer Reform des Ehegattensplittings rechnen? Welche Punkte fehlen noch im Koalitionsvertrag für eine konsequente Gleichstellung der Geschlechter? Darüber haben wir mit zwei erfahrenen Gleichstellungspolitikerinnen gesprochen.

Elke Ferner, ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und Annette Widmann-Mauz, seit heute Staatsministerin für Integration und Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, verhandelten beide in der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Vertrag der Großen Koalition.

Elke Ferner im Interview:
„Die größten Erfolge der letzten Wahlperiode waren der Einstieg in eine Quote für Aufsichtsräte, das Lohntransparenzgesetz, die ganzen Vereinbarkeitsfragen und die Antworten darauf wie zum Beispiel das Elterngeld Plus. Die Sexualstrafrechtsreform, das war ein Meilenstein. Nach acht Jahren Stillstand zuvor reicht es aber natürlich nicht aus, sich auf den Erfolgen der letzten Wahlperiode auszuruhen und weitere Fortschritte zu blockieren. Im europäischen Vergleich liegen wir in Sachen Geschlechtergleichstellung unterhalb des Durchschnitts. Deutschland kann mehr, aber man muss auch mehr wollen.“
Das komplette Gespräch finden Sie hier.

Annette Widmann-Mauz im Interview:
„Als ich ein kleines Mädchen war, waren Politiker Männer. Jetzt mit Angela Merkel ist es für junge Mädchen selbstverständlich, dass das höchste Regierungsamt mit einer Frau besetzt ist. Das ist wichtig, damit Mädchen und Frauen diesen Weg selbstbewusst einschlagen. Politik wird vielfältiger und reicher, wenn wir die Vielfalt der Geschlechter und andere gesellschaftliche Aspekte in die Politik einbringen. Politik wäre ärmer ohne Frauen, die mitgehalten.“

Das komplette Gespräch finden Sie hier.

Quelle: Deutscher Frauenrat

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