Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wenn das Recht einer jungen Frau auf Unversehrtheit wirklich ernst genommen würde, gäbe es Selbstverteidigung für Frauen als Schulfach. Stattdessen lernen wir nach wie vor Anpassung.
* Luisa Francia
31.03.2014

Hebammen: DF verlangt rasche Lösung vom Bundesgesundheitsminister

Noch ist das Haftpflichtproblem der freiberuflichen Hebammen in Deutschland nicht gelöst. Der Deutsche Frauenrat hat sich deshalb in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gewendet und ihn aufgefordert, „das Problem zeitnah im Sinne aller Betroffenen zu regeln“.

Zweierlei Anliegen verfolgt dabei der Deutsche Frauenrat: Zentral sei zum einen eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen und ein dafür auskömmlicher Verdienst. Zum anderen müsse eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung von Frauen auch die Möglichkeit bieten, sich für eine Geburt außerhalb des Krankenhauses zu entscheiden. Dafür müssten Frauen „schnell und unkompliziert“ eine Hebammen finden können, heißt es im Brief des DF an Bundesgesundheitsminister Gröhe.

Wegen der in den vergangenen Jahren übermäßig gestiegenen Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen haben viele von ihnen ihren Beruf an den Nagel gehängt, weil die Vergütung in keinem Verhältnis mehr zu den gestiegenen Versicherungsprämien steht.

Diskussion zieht sich zu lange hin
Der Deutsche Frauenrat beobachtet mit Sorge, dass sich die Diskussion um die wirtschaftliche Lage der Hebammen „über Gebühr lange hinzieht“. Dadurch stehe zu befürchten, dass die Zahl der Hebammen, die ihren Beruf aufgeben, steigen werde, wenn nicht zeitnah eine Lösung gefunden werde; und das „wäre nicht nur für die Frauen, die sich aus Überzeugung für diesen Beruf entschieden haben, fatal – auch die Schwangeren würden in ihrer Entscheidungsfreiheit und in ihrem Selbstbestimmungsrecht eingeschränkt“, heißt es im Schreiben der DF-Vorsitzenden, Hannelore Buls, weiter.

Der DF schließt sich den Forderungen seines Mitgliedsverbands, dem Deutschen Hebammenverband, an und verlangt die Festlegung einer Haftungsobergrenze, eine Deckelung der Regressforderungen der Sozialversicherungsträger und die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für ein Umlagesystem der Haftpflichtkosten außerhalb der Leistungspositionen.

AutorIn: Nathalie Sopacua
Erstellt am: Freitag 21. März 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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