Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Patriarchat ist die Heimat der Männer; es ist Vaterland; und die Männer sind seine Handlungsbevollmächtigten.
* Mary Daly
20.11.2010

Hebammen erhalten Unterstützung vom Gesundheitsminister Rösler

2009 überreichte der Deutsche Hebammenverband 60.000 Unterschriften an den Gesundheitsminister. Verbunden war damit die Hoffnung, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Hebammen ihrem Versorgungsauftrag gegenüber schwangeren Frauen und ihren Familien nachkommen können.

Durch Erhöhungen der Haftpflichtprämie sind die Arbeitsbedingungen für freiberuflich tätige Hebammen mit Geburtshilfe so dramatischer geworden, dass viele freiberufliche Hebammen die Geburtshilfe aufgeben.

In einem Gespräch am 9. November 2010 zwischen den Vertreterinnen der Hebammenverbände und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler versicherte der Minister, dass aus dem Gesundheitsministerium Unterstützung für die Hebammen kommen werde.

Es wurden konkrete Arbeitsschritte vereinbart.

  • Eine vom Bundesministerium für Gesundheit zu finanzierende Datenerhebung zur Lage der geburtshilflichen Versorgung mit Hebammenhilfe und zur Einkommenssituation der Hebammen.
  • Anregung einer Gesetzesänderung, damit die Kosten, die eine Hebamme für die Berufsausübung aufzubringen hat, bei Vergütungsverhandlungen berücksichtigt werden.

Nach wie vor ist Hebammenhilfe nicht im Sozialgesetzbuch (SGB) verankert, sondern noch immer in der Reichsversicherungsverordnung von 1911. Weil Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit nicht als gesunde, physiologische Ereignisse im SGB benannt sind, haben sie in der aktuellen Überarbeitung des Präventionsleitfaden auch keine Berücksichtigung gefunden.

“Wir werden jetzt auf der Arbeitsebene zeitnah weitere Termine vereinbaren und dann hoffen wir auf erkennbare Änderungen bis Mitte 2011”, so die Präsidentin.

Weitere Infos

Kontakt:
Dr. Edith Wolber
Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Tel.: 06226-429400
E-Mail: wolber@hebammenverband.de

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