Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Insbesondere Geld, gesellschaftliche Akzeptanz, Ungebundenheit und Macht sind auch heute noch so ungleich verteilt, dass wir schlechterdings nicht behaupten können, Frauen rivalisierten unter gleichen Bedingungen.
* Christine Bergmann
30.07.2014

Hochschule: Bundesbildungsministerin Wanka: Professorinnenprogramm wirkt

147 Hochschulen in Deutschland können sich über die Förderung von jeweils bis zu drei Professorinnenstellen für fünf Jahre freuen. Die Hochschulen haben ein unabhängiges ExpertInnengremium mit ihrem Gleichstellungskonzept oder seiner Umsetzung überzeugt und nehmen nun an der Fortführung des Professorinnenprogramms teil. Bund und Länder stellen gemeinsam für das Professorinnenprogramm II insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung.

184 Hochschulen aus allen Bundesländern haben sich für das Professorinnenprogramm II in diesem und im vergangenen Jahr beworben, darunter fast drei Viertel (73,5 Prozent) aller staatlichen Hochschulen in Deutschland. Die Erfolgsquote der Bewerbungen lag bei 80 Prozent.

Nachwuchswissenschaftlerinnen brauchen Vorbilder
„Das Professorinnenprogramm wirkt. Es hilft, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Und es hat nachhaltigen Einfluss auf die Gleichstellungspolitik der Hochschulen. Nachwuchswissenschaftlerinnen brauchen Vorbilder und Perspektiven für ihre Karriere, sonst gehen sie den Hochschulen verloren“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Die hohe Beteiligung und die Qualität der eingereichten Konzepte zeigten, dass die Hochschulen das Professorinnenprogramm nutzen, um geschlechtergerechte und familienfreundliche Strukturen aufzubauen.“

Frauenanteil an Professuren in zwölf Jahren verdoppelt
Der Frauenanteil an Professuren in Deutschland, der im Jahr 2000 bei 10,5 Prozent lag, hat sich bis Ende 2012 auf 20,4 Prozent gesteigert. Einen wichtigen Beitrag dazu hat schon die erste Phase des Professorinnenprogramms 2008-2012 geleistet, in der mehr als 270 Professuren von Frauen unterstützt und mit 150 Millionen Euro von Bund und Ländern gefördert wurden. Das Professorinnenprogramm gewährleistet die Anschubfinanzierung von erstberufenen Wissenschaftlerinnen auf unbefristeten W2- und W3- Professuren für bis zu fünf Jahre.

Je Berufung und Jahr liegt die Fördersumme bei bis zu 150.000 Euro, die zur Hälfte vom BMBF und vom jeweiligen Sitzland der Hochschule getragen werden. Seit 2008 haben sich insgesamt 163 der 238 staatlichen Hochschulen aus allen Bundesländern erfolgreich am Professorinnenprogramm beteiligt.

Repräsentiert im Professorinnenprogramm II ist die gesamte Breite der Hochschullandschaft von Volluniversitäten über technische Universitäten und Fachhochschulen bis hin zu künstlerisch-musikalischen sowie privaten Hochschulen.

Weitere Informationen:
zum Professorinnenprogramm auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

AutorIn: Nathalie Sopacua
Erstellt am: Donnerstag 24. Juli 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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