Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wir wollen lieber fliegen als kriechen.
* Louise Otto-Peters
25.03.2011

Justizministerin Dr. Kolb zeigt rote Tasche gegen Lohndiskriminierung

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – seit Jahrzehnten fordern Frauen diese Selbstverständlichkeit ein. Doch noch immer verdienen viele weibliche Beschäftigte weniger als ihre männlichen Kollegen. “Es ist höchste Zeit, diese Ungerechtigkeit in Deutschland endlich zu beseitigen. Da freiwillige Initiativen nicht ausreichen, brauchen wir ein Entgelt-Gleichheitsgesetz”, sagt Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb anlässlich des “Equal Pay Day” am Freitag, dem 25. März 2011. Als äußeres Zeichen trägt sie eine rote Tasche und zeigt damit allen Unternehmen, die Frauen finanziell schlechter behandeln, die rote Karte.

Deutschland zählt im europäischen Vergleich zu den Ländern, wo die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern mit durchschnittlich 23 Prozent besonders hoch ist. Weibliche Beschäftigte haben im Durchschnitt mehr als 4 Euro weniger pro Arbeitsstunde im Portmonee als Männer im selben Beruf. “Das können wir am Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr hinnehmen, zumal viele Frauen mehr in ihre Ausbildung investieren und fachlich hervorragend qualifiziert sind. Zugleich bringen sie soziale Kompetenzen in ihren Job ein, von denen jeder Arbeitgeber profitieren kann. Die Diskriminierung von Frauen bei der Entlohnung muss schnellstmöglich beendet werden”, so Justizministerin Dr. Kolb.

Ein Entgelt-Gleichheitsgesetz könnte die Entlohnung transparent machen, eine Prüfung der jeweiligen Lohnsituation ermöglichen und die Grundlage zur Beseitigung von Ungerechtigkeiten sein. Es sollte sowohl für private Betriebe ab einer bestimmten Beschäftigtenanzahl als auch für den öffentlichen Dienst und Tarifvertragsparteien gelten.

Zur Pressemitteilung des MJ

nach oben