Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!
* Rosa Luxemburg
17.03.2014

Kampagne für Beziehungsvielfalt: Eine Tür ist genug!

Auf der Männertoilette gesellt sich zu einem Herrn am Nachbarurinal eine stark geschminkte Blondine in signalrotem Kleid, verrichtet ihr Geschäft im Stehen und wirft dem Irritierten eine Kusshand zu. Ein scheinbar schwangerer Mann betritt die Damentoilette, entrollt eine Wickelmatte und holt einen Säugling aus seinem Overall. Mit einem Videoclip der besonderen Art starteten die Evangelischen Frauen und Männer am 25. Februar ihre Online-Kampagne zur Beziehungsvielfalt .

Gutes Potenzial erkennen lernen
“Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen in unserer Kirche die heute gelebte Beziehungsvielfalt wertschätzen und das gute Potential, das darin steckt, erkennen lernen”, erläuterte Ilse Falk, Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD).

Alle leben in der Zuwendung Gottes
“Menschen leben heute in lebenslangen Partnerschaften, sie leben in Patchwork-Gemeinschaften, als Singles, in gleichgeschlechtlichen Beziehungen und als Inter- und Transsexuelle. Sie alle leben in der Zuwendung Gottes”, so Pfarrer Gerd Kiefer, Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (MAEKD).

Vielfalt akzeptieren lernen
Dies zu betonen sei an der Zeit, wie es die aufkommenden Debatten über das evangelische Beziehungs- und Familienideal oder die Kontroversen über Homosexualität in Bildungsplänen oder im Sport zeigten, so die InitiatorInnen von www.eine-tuer.de. Eine Tür sei genug – alle gehörten dazu. Die interaktiv konzipierte Aktion will die heute gelebte Vielfalt von Liebes- und Lebensbeziehungen ins Gespräch bringen und für Akzeptanz werben. Daher laden EFiD und MAEKD dazu ein, Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebensformen kennenzulernen und sich darüber miteinander auszutauschen.

AutorIn: Ulrike Helwerth
Erstellt am: Montag 03. März 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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