Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
* Marie von Ebner-Eschenbach
17.01.2018

Kinderarmut als Schwerpunkt des DKHW Kinderreports 2018

Das Thema “Kinderarmut” wird Schwerpunktthema des “Kinderreports 2018” sein, den das Deutsche Kinderhilfswerk Anfang des Jahres vorstellen will. Dies hat DKHW-Präsident Thomas Krüger zum Jahreswechsel in Berlin angekündigt. In dem Report werde es “um die Frage gehen, was die Ursachen von Kinderarmut in Deutschland sind, wie die Aktivitäten von Staat und Gesellschaft, um Kinderarmut zu bekämpfen, bewertet werden und wie einkommensschwache Familien mit Kindern am besten unterstützt werden können”. Außerdem werde “die Bereitschaft der Bevölkerung analysiert, eventuell mehr Steuern zu zahlen, wenn damit das Problem der Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll bekämpft werden könnte”.
Die geringe Erhöhung des Kindergeldes und des Regelsatzes für Kinder im Hartz IV-Bezug zum 01.01.2018 sind nach Bewertung des DKHW “völlig unzureichend”. “2 Euro mehr Kindergeld und 3 bis 5 Euro Regelsatzerhöhung sind ein schlechter Witz. Mit diesen kümmerlichen Beträgen kann die Kinderarmutsquote in Deutschland nicht gesenkt werden”, so Krüger. Er fügte hinzu: “Gleichzeitig ist durch die steuerlichen Kinderfreibeträge die monatliche Nettoentlastung für Spitzenverdiener um rund 100 Euro höher als das Kindergeld. Bei Kindern im Hartz IV-Bezug kommt die Kindergelderhöhung erst gar nicht an.”

Quelle: frauenpolitischer dienst, fpd, 15.01.2018

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