Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Verhältnisse treiben, statt sich von ihnen treiben zu lassen.
* Elise Bartels
21.05.2014

PM: Kurantrag für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren nur zur Krankenkasse: Rentenversicherung hat keine Mutter-Kind-Kur

Berlin, 16. Mai 2014. Anträge für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren gehören nicht zum Rentenversicherungsträger. Das Müttergenesungswerk (MGW) weist darauf hin, dass Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen medizinische Leistungen sind, die nach dem Sozialgesetzbuch ausschließlich in der Zuständigkeit von Krankenkassen liegen. Die neue Begutachtungs-Richtlinie des Medizinischen Dienstes weist ausdrücklich darauf hin.

„Im Fokus der Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen steht nicht die Gefährdung der Erwerbsfähigkeit “, so Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin. „es sind Maßnahmen, in denen es um die Gesundheit und die Belastungen der Mutter in der Familienverantwortung geht. Hierin liegt auch die besondere Qualität des Kurkonzeptes des Müttergenesungswerkes. Anträge hierfür dürfen ausschließlich an der Krankenkasse gestellt werden.“
Häufigste Indikationen von Müttern sind Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Angstzustände, aber auch Kopf- und Rückenschmerzen und andere Beschwerden. Meist stehen sie im Kontext von Familienproblematiken wie Mehrfachbelastungen, Alleinverantwortung, Pflege, Trennung u. a. Die Begutachtungs-Richtlinie des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, auf deren Grundlage die Entscheidung über den Kurantrag getroffen wird, weist explizit darauf hin, dass ein Verweis an den
Rentenversicherungsträger hier nicht zulässig ist. Dennoch wurden lt. MGWStatistik 2013 15% der abgelehnten Kuranträge an den Rentenversicherungsträger weitergeleitet. Obwohl sich die Bewilligungssituation für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren deutlich verbessert hat, eine fast unverändert hohe Quote.

„Wird eine Mutter von ihrer Kasse an den Rentenversicherungsträger verwiesen, sollte sie die Rentenversicherung darüber informieren, dass sie ausdrücklich eine Kurmaßnahme für Mütter oder Mutter-Kind beantragt“, empfiehlt Schilling den betroffenen Müttern, „sonst wird ihr Kurantrag in Bezug auf ihre Erwerbsfähigkeit geprüft, nicht in Bezug auf Erkrankungen im Zusammenhang mit Familienbelastungen.“

Die Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes helfen Müttern kostenlos bei den Antragsverfahren und in allen Fragen rund um die Kurmaßnahme. Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sowie die Attestformulare unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14
presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

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