Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini
14.07.2016

Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. im Gespräch mit Ministerpräsidenten Rainer Haseloff

Am Dienstag, dem 12.07.2016, trafen sich Vertreterinnen des Landesfrauenrates mit dem Ministerpräsidenten zu einem gemeinsamen Gespräch. Anlass sind die Beschlüsse der Delegiertenversammlung und deren Umsetzung.

Gemeinsame Inhalte des Gesprächs waren Frauen in Führungspositionen (vor allem auch in der Landesverwaltung), paritätische Besetzung von Gremien und Aufsichtsräten und die Stelle der Landesbeauftragten für Frauen- und Gleichstellungspolitik.

Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt nutzte das Gespräch ebenfalls um die Aufmerksamkeit des Ministerpräsidenten auf die Notwendigkeit einer Fachkraft für Kinderbetreuung in den Frauenschutzhäuser des Landes zu thematisieren. Der Ministerpräsident stellte klar, dass der Landesfrauenrat mit diesem Anliegen immer Gehör finden wird, da Menschen immer Priorität in der Landespolitik haben. Die Folgekosten, die entstehen können, wenn die Gewaltspirale nicht durchbrochen wird, rechtfertigen die Einstellung entsprechender Fachkräfte.

Intensiv diskutierten die Anwesenden das Thema geschlechtergerechter Haushalt. Der Landesfrauenrat regte an, dieses bei der Haushaltsaufstellung 2017/2018 zu berücksichtigen. Er betonte, dass dieses Verfahren den zielgenaueren Einsatz von Steuermitteln ermöglicht.

Die Vorstandsvorsitzende, Eva von Angern, bedankte sich für die Zusage des Ministerpräsidenten zur parlamentarischen Begegnung anlässlich des 25jährigen Bestehens des Landesfrauenrates. Weitere Gesprächstermine sind bereits vereinbart wurden.

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