Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
24.10.2018

Landesfrauenrat im Gespräch mit Ministerpräsidenten

Gestern trafen sich Vertreterinnen des Vorstandes des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt mit dem Ministerpräsidenten, Dr. Haseloff, zu einem gemeinsamen Gespräch zu den Beschlüssen der Delegiertenversammlung. Hauptaugenmerk lag dabei vor allem auf dem Beschluss zur Umsetzung der Istanbul Konvention. Die Vorsitzende, Eva von Angern, machte in diesem Zusammenhang deutlich, wie entscheidend flächdeckende und bedarfsgerechte Beratungs- und Präventionsarbeit sind. Es gilt blinde Flecken im Hilfssystem zu erkennen und gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die diese Lücken schließen.

Sie führte weiter aus, dass das Land Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren viel zur Verbesserung des Gewaltschutzes geleistet hat. Um das Recht von betroffenen Frauen auf niedrigschwellige, spezialisierte und barrierefreie Unterstützung zu gewährleisten, muss ein spezialisiertes Hilfesystem existieren, das finanziell abgesichert ist (Artikel 8 in Verbindung mit Artikeln 16,22–26). Hier gibt es noch Handlungsbedarf. Der Ministerpräsident zeigte sich offen für die geschilderten Bedarfe und Themen.

Im zweiten Teil des Gespräches wurden die Eckpunkte der beiden Beschlüsse zum Thema Digitalisierung angerissen. Es fand ein erster Austausch statt, verbunden mit der Bekräftigung beider Seiten, dass es zu diesem Thema noch viele Gespräche geben wird.

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