Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.
* Dacia Maraini
01.09.2016

Landesfrauenrat im Gespräch mit Staatsminister Robra

Sarah Schulze, Susanne Brandes und Daniela Suchantke trafen sich am 25. August mit Staatsminister Rainer Robra um gemeinsam über die Frauenpolitik in der neuen Legislaturperiode zu sprechen und Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit auszuloten.

In einem sehr angenehmen Gespräch tauschten sich beide Seiten über die Bedeutung von paritätischer Gremienbesetzung, der Novellierung des Frauenfördergesetzes und dem Erhalt der Geschlechterprofessur aus. Dabei warben die Vertreterinnen des Landesfrauenrates für eine konsequente paritätische Besetzung von Gremien und Ausschüssen – sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Im Austausch dazu wurde deutlich, dass es auch bei guten gesetzlichen Regulierungen, wie zum Beispiel in der Besetzung des ZDF-Rundfunkrates, Versuche gibt, entsprechende paritätische Regularien auszuhebeln.

Ausführlich diskutierten beide Seiten den Nutzen und die Möglichkeiten weiterer Schritte zur Umsetzung von gender budgeting (der geschlechtergerechten Haushaltsaufstellung) im Landeshaushalt. Dazu wird der Vorstand des Landesfrauenrates ebenfalls das Gespräch mit dem zuständigen neuen Finanzminister suchen, um in Erfahrung zu bringen, welche Strategie dieser verfolgt.

Großes Interesse zeigte Herr Robra an den Bemühungen des Landesfrauenrates zum Erhalt der Geschlechterprofessur in Sachsen-Anhalt. Auch hier das Gespräch mit dem zuständigen neuen Minister für Wissenschaft und Wirtschaft noch offen. Auch wenn die Staatskanzlei nicht in die Ressorthoheit der Fachministerien eingreifen darf und wird, kommt ihr eine gewisse Koordinierungsfunktion innerhalb der Landesregierung zu. Darüber hinaus können seitens der Staatskanzlei wichtige Impulse in Richtung Gleichstellung gesetzt werden.

Der Landesfrauenrat wird in den nächsten Woche weitere Gespräche zur Umsetzung der Beschlüsse der Delegiertenversammlung führen und sich weiter für die gleichstellungspolitischen Themen stark machen.

nach oben