Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Oft haben die einfachsten Mittel große Wirkungen erzeugt; sollte man sich fürchten, sie anzuwenden, weil sie einfach sind? Sollte man sich fürchten, ihre Umsetzung in Angriff zu nehmen, weil es eine Frau ist, die sie vorschlägt?
* Olympe de Gouges
08.01.2014

Landesgleichstellungsgesetze - Stand und Perspektiven: Tagungsdokumentation

Die BAG führte am 16. April 2013 in Hannover in Kooperation mit der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und der LAG Schleswig-Holstein einen Workshop hierzu durch. Die Tagungsdokumentation ist nun erschienen und Sie finden sie hier.

Aus dem Vorwort:
Gesetzliche Regelungen zur beruflichen Gleichstellung von Frauen im öffentlichen Dienst existieren in den meisten Bundes-ländern seit fast 20 Jahren. Ebenso lange ist durch gesetzliche Regelungen in unterschiedlicher Weise die kommunale Gleichstellungsbeauftragte als “Wächterin” über die Umsetzung des “Verfassungsauftrages Gleichberechti-gung” im kommunalen Aufgabenbereich vorgesehen. Diese Gesetze wurden seither in einigen Bundesländern neu gefasst, in anderen Bundesländern stehen Novellierungen an.
Die Gleichstellungsbeauftragten in den Kommunen arbeiten auf Grundlage dieser Gesetze und verfügen über reichhaltige Erfahrungen. Einige gesetzliche Regelungen werden als wirksame und unverzichtbare Instrumente angesehen, die die Gleichstellung voranbringen – andere Regelungen wiederum haben sich als unzulänglich erwiesen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) hat gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte einen Workshop “Landesgleichstellungsgesetze – Stand und Perspektiven” initiiert. Über die Landessprecherinnen waren aus jedem Bundesland Vertreterinnen eingeladen. Außer Hamburg (wo es keine kommunale “Gleichstellungsbeauftragte” gibt) und Sachsen waren alle Länder bei dem Workshop vertreten.
Anlass für den Workshop zum jetzigen Zeitpunkt: In mehr als der Hälfte der Bundesländer wird aktuell an Gesetzesnovellen gearbeitet!
Zielsetzung war es, mit Gleichstellungsbeauftragen aus allen Bundesländern Erfahrungen mit “ihren” Landesgleichstellungsgesetzen zusammenzutragen und – im Hinblick auf Gesetzesnovellierungen – zu diskutieren, welche Instrumente wirksam sein können bzw. verbesserungsbedürftig sind, um
a) innerhalb der eigenen Verwaltung Frauen eine gleichberechtigte Stellung zu verschaffen
b) innerhalb der Kommune und in der Bevölkerung die Gleichberechtigung voran zu bringen.
Hier wurden besonders die gesetzlichen Bedingungen für die kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in den Blick genommen.
Der länderübergreifende Erfahrungsaustausch sollte Erkenntnisse und Anregungen für das eigene Bundesland und die Stellungnahmen der Landesarbeitsgemeinschaften zu den Landesgesetzen bringen.
A9 2013 Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- & Gleichstellungsbeauftragte

nach oben