Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wir werden nicht aus männlicher Mentalität oder Denkweise heraus handeln wollen, sondern uns bemühen, den Instinkt und das Gefühl der Frau mit der Klugheit eines geschulten Geistes zu verbinden, das heißt, wir möchten ein kluges Herz haben.
* Theanolte Bähnisch
23.06.2014

Monitor Familienforschung Nr. 33: Mehr Zeit für Familien - kommunale Familienzeitpolitik in Deutschland

Die Lebenswirklichkeit von Familien hat sich verändert. Das alte Modell, nach dem der Mann das Geld nach Hause bringt und sich die Frau um Haus und Kinder kümmert und etwas dazuverdient, entspricht schon lange nicht mehr den Wünschen der heutigen Eltern. Am liebsten hätten Mütter wie Väter gern beides, Familie und Beruf. Familien geht es um eine gute Balance im Leben, und sie wünschen sich ein partnerschaftliches Miteinander. 60 Prozent der Paare mit kleinen Kindern halten partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf für das ideale Lebensmodell. Allerdings gelingt es nur 14 Prozent der Eltern, diesen Wunsch auch umzusetzen. Dieses Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit, das zu großer Unzufriedenheit führt, müssen wir gemeinsam überwinden.

Zeit ist dabei eine Schlüsselressource. Eltern brauchen und wollen mehr Zeit für die Familie. Ziel einer modernen Familienpolitik ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, damit Familien mehr Flexibilität in der Gestaltung ihres Familienlebens haben. Ich will eine Politik, die die Partnerschaftlichkeit innerhalb der Familie fördert. Dazu gehört in erster Linie eine familienfreundliche Arbeitswelt. Aber auch in den Kommunen müssen Politik und Wirtschaft umdenken und Lösungen finden, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt und Eltern nicht in Zeitkonflikte geraten. Kommunen können gewinnen, wenn sie die Gestaltung der zeitlichen Rahmenbedingungen von Familien zu ihrer Aufgabe machen. Kommunale Familienzeitpolitik ist dafür eine Erfolg versprechende Strategie.

Der vorliegende Monitor rückt kommunale Familienzeitpolitik als politisches Handlungsfeld in den Mittelpunkt und gibt einen Überblick über die bisherigen zeitpolitischen Maßnahmen. Dabei wird anhand von Beispielen gezeigt, wie Kommunen eine Zeitpolitik für Familien vor Ort umsetzen, welche Kosten dabei entstehen und was damit zu gewinnen ist.

Manuela Schwesig
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de Glinkastraße 24
10117 Berlin
Telefon: 03018-555-0
Telefax: 03018-555-1145

nach oben