Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Es würde viel weniger Böses auf Erden geben, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
* Marie von Ebner-Eschenbach
23.09.2012

Ministerin Kolb begrüßt die Einführung einer Frauenquote

Ministerin Kolb: “Wichtiger Schritt zu gleichberechtigter Teilhabe von Frauen”

Sachsen-Anhalts Ministerin für Justiz und Gleichstellung Prof. Angela Kolb hat das deutliche Bekenntnis von Bundesrat und Landtag zur Einführung einer Frauenquote begrüßt. Der im Bundesrat beschlossene Gesetzentwurf zur Förderung gleichberechtigter Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen, der die schrittweise Einführung einer Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichts- und Verwaltungsräten börsennotierter Unternehmen vorsieht, sei ein wichtiges politisches Signal. “Er bringt uns in unserem Bemühen um Chancengleichheit bei der Besetzung von Führungsgremien entscheidend voran und hilft, die viel zitierte gläserne Decke zu durchbrechen”, sagte Kolb im Bundesrat. “Derzeit sind wir von einer angemessenen Beteiligung von Frauen in Aufsichtsratspositionen noch weit entfernt.”

Am Vorabend der Bundesratsdebatte hatte sich der sachsen-anhaltische Landtag hinter den Gesetzentwurf gestellt. “Durch eine gesetzliche Quotenregelung wird nicht nur Frauen zu einer längst überfälligen gleichberechtigten Teilhabe an wirtschaftlicher Macht verholfen letztlich kommt das Potenzial, das dadurch gehoben wird, auch den einzelnen Unternehmen, der gesamten Wirtschaft und damit der Gesellschaft wieder zu gute”, hatte Kolb dort betont.

Quelle: PM Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Hintergrund:
Der Bundesrat möchte den Anteil weiblicher Führungskräfte in Spitzenpositionen der Wirtschaft erhöhen, der bisher zum Beispiel bei Aufsichtsräten lediglich zehn Prozent beträgt. Der am 21.09.2012 beschlossene Gesetzentwurf sieht daher – mit einer Übergangsfrist von elf Jahren – die Einführung einer zweistufigen Mindestquote (20/40 Prozent) für die Besetzung von Aufsichtsräten mit Frauen und Männern vor. Für Sonderfälle ist eine Härtefallklausel vorgesehen. Der Gesetzentwurf wird zunächst der Bundesregierung übermittelt. Diese leitet ihn innerhalb von sechs Wochen an den Bundestag weiter und legt dabei ihre Auffassung dar.
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