Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Erziehung, welche bis jetzt mit wenigen Ausnahmen das weibliche Geschlecht genoss, lief darauf hinaus, die Frauen unselbstständig zu erhalten und ihr eigenes Urteil von den Urteilen anderer abhängig zu machen.
* Louise Otto Peters
04.11.2010

Ministerin Kolb fordert Frauenquote auf der Justizministerkonferenz

Frauen sind in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaftsunternehmen deutlich in der Minderheit. “Ich appelliere an die Unternehmen, die freiwillige Selbstverpflichtung im Hinblick auf eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungsgremien ernst zu nehmen und endlich Schritte zur Umsetzung einzuleiten. Es muss zu einer deutlichen Verbesserung der bisherigen Situation kommen”, so Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb bei der Justizministerkonferenz am 4. November 2010 in Berlin.

Ausdrücklich begrüßt die Ministerin den Zwischenbericht, den eine Länderarbeitsgruppe beim heutigen Treffen der Justiz-Ressortchefs vorgelegt hat und der Sachsen-Anhalt angehört. Der Abschlussbericht soll bis zur Frühjahrskonferenz vorliegen, die im Mai nächsten Jahres in Halle (Saale) stattfinden wird.

Justizministerin Kolb: “Nach den aktuellen Studien ist der Frauenanteil in Füh-rungsgremien von Wirtschaftsunternehmen erschreckend gering. Trotz einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft kann ich keinen positiven Trend erkennen. Daher ist es dringend notwendig, sich weiterhin mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die große Zahl hochqualifizierter Frauen darf nicht länger ignoriert werden. Wenn die Selbstverpflichtung der Wirtschaft nicht greift, muss über eine gesetzliche Quote ein Wandel erreicht werden. Durch die Schaffung besonders attraktiver Arbeitsbedingungen ist das auch eine große Chance für Sachsen-Anhalt.”

Justizministerin Angela Kolb spricht sich für die Einführung einer Frauenquote in Unternehmen nach norwegischem Vorbild aus. Danach soll in allen Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen ein Frauenanteil von 40 Prozent gesetzlich vorgeschrieben werden.

Quelle: Ministerium der Justiz 4.11.2010

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