Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.
* Gerda Lerner
12.10.2016

Modellprojekt: Finanzielle Entlastung für Verhütungsmittel

Schwangerschaftskonflikte vermeiden – diesem Ziel hat sich ein Modellprojekt von Pro Familia verschrieben, das Frauen, die in einer finanziellen Notlage sind, bei der Finanzierung von Verhütungsmitteln entlastet.
Neben der finanziellen Entlastung geht es in dem Projekt um Information und Beratung. So sollen ungewollte Schwangerschaften verhindert und das Menschenrecht auf Familienplanung unterstützt werden.

Zielgruppe: Frauen ab 20
Bislang werden rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie die Pille, Hormonspirale oder Dreimonatsspritze von den meisten Frauen selbst bezahlt. Bei jungen Frauen unter 20 Jahren können die Kosten durch die gesetzlichen Kassen übernommen werden. Das Modellprojekt “Zugang zu verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln. Kostenübernahme, Informationen und Beratung für Frauen mit Anspruch auf Sozialleistungen” läuft seit 1. Oktober in Halle (Saale), Lübeck, Recklinghausen, Ludwigsfelde, Saarbrücken, Wilhelmshaven und Erfurt (Altern). Träger ist der Pro Familia Bundesverbandes e.V.

Auf der Suche nach einer bundesweiten Lösung
Erklärtes Ziel ist es auch, „valide Daten zum Zugang zu verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln“ zu gewinnen, mit deren Hilfe möglicherweise eine bundesweite Lösung auf den Weg gebracht werden kann. Im Rahmen des Projekts können Frauen ab dem 20. Geburtstag Unterstützung erhalten, die staatliche Leistungen beziehen (nach dem SGB II, SGB XII, § 6a BKGG, BAföG, Berufsausbildungshilfen BAB, WohngeldG oder Asylberwerberleistungsgesetz) oder deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt.

Das Projekt wird vom Bundesfrauenministerium für drei Jahre finanziert.

Weitere Informationen: www.profamilia.de

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