Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jene Gleichberechtigung ist unentbehrliche Voraussetzung, aber nicht das Ziel.
* Lida Gustava Heynemann
18.01.2013

Online-Petition fordert konsequente Verfolgung von Vergewaltigern

Über 500.000 Menschen haben sich bisher einer Kampagne gegen Vergewaltigung in Indien angeschlossen: Darin fordert die Initiatorin Namita Bhandare härteres Durchgreifen gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen. Eine 23-Jährige war am 28. Dezember an den Folgen einer Vergewaltigung durch sechs Männer in Neu Delhi gestorben. Dieser Fall löste in Indien Massenproteste und den Ruf nach härteren Strafen aus. Im vergangenen Jahr wurden in Delhi 635 Vergewaltigungen registriert – bei nur einer kam es zu einer Verurteilung des Täters. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher ausfallen: Frauenrechtlerinnen der All India Democratic Women92s Association schätzen, dass höchstens jede zehnte Vergewaltigung in Indien angezeigt wird.

Es reicht! – das meint Namita Bhandare aus Neu Delhi, die mit einer Online-Petition den Druck auf die indische Politik erhöhen will: Vergewaltigungen seien nicht nur in Delhi ein Problem, sondern nahezu an jeder Ecke des Landes. Sie fordert gemeinsam mit inzwischen rund 350.000 UnterstützerInnen die Regierung auf, bei Vergewaltigungsfällen beschleunigte Gerichtsverfahren anzuwenden, um so zügige Urteile zu erwirken. Neben der Anwendung der Höchststrafe für Vergewaltiger verlangen die UnterzeichnerInnen die sofortige Aufklärung aller anhängigen Verfahren zu Verbrechen gegen Frauen. Zugleich soll die Politik auch stärker als bisher sexuelle Gewalt verhindern helfen: Mit einem Sofortprogramm sollen Polizeikräfte für Verbrechen gegen Frauen – darunter auch häusliche Gewalt, Missbrauch und sexuelle Belästigung – sensibilisiert und entsprechend geschult werden. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft soll die Politik Strategien erarbeiten, wie mit dem Problem der wachsenden Frauenfeindlichkeit und der zunehmenden Gewalt gegen Frauen in Indien umgegangen wird.

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