Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wenn eine Frau zur Realität durchdringt, lernt sie ihren Zorn kennen, und das heißt, sie ist bereit zu handeln.
* Marly Daly
31.03.014

PM - Frauenquote ist ohne Alternative

Magdeburg (MJ). Als „entscheidenden Schritt zu mehr Gleichberechtigung“ hat Sachsen-Anhalts Ministerin für Justiz und Gleichstellung Prof. Angela Kolb die von der Bundesregierung heute vorgestellten Leitlinien zur gesetzlichen Einführung einer Frauenquote begrüßt. „Wir brauchen die Regelung, damit es endlich mehr Frauen auf die Chefsessel schaffen“, sagte Kolb. „Dass Frauen die Türen zu Vorstands- und Aufsichtsratsposten aufstoßen, ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Freiwillige Regelungen hätten über Jahre keine Veränderungen gebracht. „Hier braucht es Nägel mit Köpfen. Ohne Gesetz tut sich weiter nichts.“ Mit dem Gesetzesvorhaben für eine gerechte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen löse der Bund die Forderung nach einer Quote ein.

Die Bundesregierung will den Frauenanteil in den Führungsetagen großer Unternehmen und im öffentlichen Dienst erhöhen. Für die Aufsichtsräte von mehr als einhundert voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen soll es ab 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent geben. Für weitere 3500 mitbestimmungspflichtige oder börsennotierte Unternehmen wird es Zielvorgaben zur Frauenförderung geben. Diese sollen auch für die Führungspositionen der Bundesverwaltung, der Gerichte und Bundes-Unternehmen sowie in Gremien gelten, in die der Bund Vertreter schickt.
Die Forderung nach einer Frauenquote steht seit Jahren auf der Agenda. Der Bundesrat hatte sich dafür stark gemacht, der Landtag von Sachsen-Anhalt ebenso. „Wir brauchen Vorgaben, auch für den öffentlichen Dienst“, kommentierte Kolb. In Sachsen-Anhalt habe sich die Landesregierung das Ziel gesteckt, 40 Prozent der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.

Ministerium für Justiz und Gleichstellung
des Landes Sachsen-Anhalt
Magdeburg, 25. März 2014

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