Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Frauenrecht ist nicht ein abstrakter Begriff; es ist vor allem eine persönliche Sache.
* Toni Morrison
28.06.2012

PM: kfd und KDFB überreichen Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen 202.263 Unterschriften

PRESSEMITTEILUNG
kfd und KDFB überreichen Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen
202.263 Unterschriften
Unterschriftenaktion “Mehr Generationengerechtigkeit bei der Rente” beendet
Düsseldorf/Köln, 27.6.2012 – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der
Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) überreichten gestern Bundesministerin Dr. Ursula
von der Leyen 202.263 Unterschriften, die sie im Rahmen ihrer Aktion “Mehr Generationengerechtigkeit
bei der Rente” vom 23.4. – 15.6.2012 bundesweit sammelten.
Die beiden größten katholischen Frauenverbände, die über 800.000 Mitglieder vertreten, fordern
bei der Anerkennung von Erziehungsleistungen in der Rentenanrechnung drei Entgeltpunkte
pro Kind und zwar unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder. “Wir halten die bestehende
Regelung, bei der Frauen, die vor 1992 Mutter wurden und deshalb mit nur einem Entgeltpunkt
pro Kind bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden, für diskriminierend. Die geleistete
Erziehungs- und Familienarbeit der heute 50 Jahre und älteren Frauen muss angemessen berücksichtigt
werden”, erklärten Maria Theresia Opladen, kfd-Bundesvorsitzende, und Dr. Maria
Flachsbarth, KDFB-Präsidentin, bei der Übergabe von 202.263 Unterschriften an Bundesministerin
Dr. Ursula von der Leyen.
KDFB und kfd weisen darauf hin, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte höhere Berücksichtigung
von Erziehungszeiten bei der Rente ein wesentlicher Beitrag zur Verhinderung drohender
Altersarmut von Frauen ist. Ältere Frauen, die für ihre Familie auf eine Berufstätigkeit verzichteten,
weil die klassische Rollenaufteilung (Frau als Erziehende, Mann als Verdiener) gesellschaftliche
Normalität war, dürfen nicht für die damals gängige Praxis mit einer Gefährdung ihrer Alterssicherung
bestraft werden.
“Frauen dürfen nicht zu den Verliererinnen in unserer Gesellschaft werden. Wir appellieren
deshalb an Politikerinnen und Politiker, sich intensiv für mehr Generationengerechtigkeit und
damit für eine Gleichbehandlung von jüngeren und älteren Erziehenden bei der Rentenanrechnung
einzusetzen”, fordern Flachsbarth und Opladen. Beide sehen in der großen Resonanz auf
die Unterschriftenaktion, die nur sieben Wochen dauerte, einen dringenden Handlungsbedarf
hinsichtlich einer Änderung der bestehenden Rentenberechnung. In zahlreichen Zuschriften, die den Unterschriftenlisten beilagen, formulierten Frauen ihre Ängste und Sorgen für die Zukunft
und teilten ihre Enttäuschung über die fehlende Wertschätzung ihrer hauptverantwortlichen
Familienarbeit mit.
Ute Hücker
KDFB-Pressereferentin
Quelle

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