Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Menschrechte haben kein Geschlecht.
* Hedwig Dohm
09.06.2015

PowLa – Frauenpower bringt Demokratie aufs Land

PowLa ist ein engagement- und demokratieförderndes Projekt des LandFrauenverbandes Sachsen-Anhalt e.V. Es wird gefördert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und mit Unterstützung der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt statt.

Der mit der Wende einher gegangene Wegfall bekannter Strukturen und der in den Nachwendejah­ren verstärkt einsetzende demographische Wandel in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands schlug sich unter anderem in Abwanderungsprozessen, Arbeits- und Perspektivlosigkeit, verminderter Mobilität nieder. Gleichsam mussten die Menschen sich neu orientieren: Sowohl berufliche Veränderungen wie auch Neugestaltung des Miteinanders prägten das Leben in den Jahren nach 1990. Diese Orientierungssuche in Regionen geringer Angebote und begrenzter Perspektiven schaffte Raum für rechtsgerichtetes, extremistisches und fremdenfeindliches Gedankengut. Parallel zu derartigen Entwicklungen konstituierten sich eine Vielzahl – zum Teil neuer – Vereine und Verbände, die sich auf unterschiedliche Weise ins Land- und Dorfleben einzubringen vermochten und Beteiligung ermöglichten. An dieser Stelle möchte „Zusammenhalt durch Teilhabe“ – und damit auch PowLa – anknüpfen: Wo eine starke, wachsame, selbstbewusste und lebendige Vereinsarbeit das Dorfleben aktiv bereichert, Mitgliedern Engagement und Teilhabe an Entscheidungsprozessen und Vereinsorganisation ermöglicht wird, ist kaum Platz für extremistische und menschenverachtende Strömungen. ´PowLa – Frauenpower bringt Demokratie aufs Land´ möchte mit Hilfe eines Ausbildungsprogramms Mitglieder des LandFrauenverbandes für das Thema Rechtsextremismus sensibilisieren, an Grundlagen der Kommunikation heranführen, mit Möglichkeiten der Vereinsarbeit und -entwicklung vertraut machen und motivieren, sich stärker gesellschaftlich zu engagieren. Am Ende der Ausbildung steht eine Qualifikation als ´Demokratieberaterin´. In dieser Funktion sollen die Frauen bereichernd auf das Vereinsleben vor Ort einwirken. Sie sollen sich in der Lage fühlen, Veränderungsprozesse zu initiieren und den Mitgliedern beratend und begleitend bei Fragen zur Vereinsarbeit, Mitgliedergewinnung, Projektentwicklungen etc. aber eben auch bei Extremismusdebatten und demokratiefeindlichen Tendenzen zur Seite zu stehen. Darüber hinaus sollen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aktiviert und vor Ort ´Demokratieteams´ gebildet werden. Somit soll das erworbene Wissen gestreut, Aufgaben besser verteilt und die dem Projekt inne liegende Philosophie fruchtbringend verbreitet werden. Netzwerke sollen aufgebaut und gepflegt werden. Nicht zuletzt erhofft sich der Verband eine aktive Teilhabe der einzelnen Mitglieder in den Ortsvereinen, neue Mitglieder und Projekte und eine bessere Kommunikation sowohl innerhalb des Verbandes wie auch mit Netzwerkpartnern.

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