Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
26.10.2016

Projektstart „Bundes-Netzwerk für Frauenbeauftragte in Einrichtungen“

Das Bundesfrauenministerium fördert ab dem 1. Oktober 2016 für drei Jahre das Projekt “Bundes-Netzwerk für Frauenbeauftragte in Einrichtungen”, das vom Verein Weibernetz e. V. durchgeführt wird: Ziel ist der Aufbau einer bundesweiten Vernetzungsstruktur für Frauenbeauftragte in Einrichtungen, ihre Unterstützerinnen und Trainerinnen.
Frauenbeauftragte tragen wirkungsvoll zur Gewaltprävention in Einrichtungen der Behindertenhilfe bei. Sie stärken die betroffenen Frauen und sind Ansprechpartnerinnen auf Augenhöhe. Schon vor mehr als zwölf Jahren haben Frauen mit Lernschwierigkeiten deshalb Frauenbeauftragte für ihre Einrichtungen gefordert.
Inzwischen ist aus dieser Idee, die das Bundesfrauenministerium gemeinsam mit Weibernetz e. V. vorangetrieben hat, ein Erfolgsmodell geworden: Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass gerade Frauen mit Lernschwierigkeiten sehr gut als Frauenbeauftragte ankommen. Sie haben oft einen besseren und direkteren Zugang zu den Frauen in Einrichtungen als das pädagogische Personal. Außerdem fungieren sie sehr gut als Schnittstelle zwischen dem System der Behindertenhilfe und den Angeboten für gewaltbetroffene Frauen.
Mit Abschluss des ebenfalls vom Bundesfrauenministerium geförderten Projekts “Frauenbeauftragte in Einrichtungen: Eine Idee macht Schule!” gibt es heute etwa 80 amtierende und aktuell in Ausbildung befindliche Frauenbeauftragte und 20 Trainerinnen-Tandems für Frauenbeauftragte aus 10 Bundesländern. Das ist eine wichtige Grundlage für die bevorstehende gesetzliche Festschreibung der institutionalisierten Einrichtung von Frauenbeauftragten durch die Novellierung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung.

Quelle: Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 06.10.2016

nach oben