Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Ich bin dankbar, daß Furcht nicht in die Konstruktion meiner Persönlichkeit einbezogen wurde, sie muß sehr unbequem sein..."
* Helene Lange
06.03.2018

ASF fordert: Sicherstellung der angemessenen Vertretung von Frauen im Bundestag und den Landesparlamenten durch Paritätsgesetze

Anlässlich des Internationalen Frauentags und des 100-jährigen Bestehens des Frauenwahlrechts erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Sachsen-Anhalts, Sarah Schulze:

„Am 30. November 1918 trat das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland auch für Frauen in Kraft. 100 Jahre gleiches Recht für Männer und Frauen, zu wählen und gewählt zu werden, ist vor allem ein Grund, die Frauen zu würdigen, die unter schwierigen Bedingungen hartnäckig und entschieden für das Frauenwahlrecht gekämpft haben. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank.

Das Jubiläum ist uns Verpflichtung, in unserem Kampf nicht nachzulassen. Auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland besteht großer Handlungsbedarf. Nach wie vor sind Frauen weder entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung (52 Prozent) noch entsprechend ihrem Anteil an den Wahlberechtigten (51 Prozent) im Bundestag, den Landtagen und den Kommunen vertreten. So beträgt der Frauenanteil im Bundestag lediglich 30,7 Prozent, im Landtag von Sachsen-Anhalt ist sogar nur knapp jede/r fünfte Abgeordnete (22 Prozent) weiblich.

Der Anteil von Frauen an der Bevölkerung muss endlich auch in unseren Parlamenten sichtbar werden. Bei uns muss Realität werden, was längst in Frankreich, Irland, Belgien, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien und Griechenland eingeführt wurde. Daher fordern wir den Gesetzgeber dazu auf, Initiativen zur Schaffung von Paritätsgesetzen für Wahlen auf allen politischen Ebenen zu ergreifen, um die angemessene paritätische Vertretung von Frauen sowohl im Bundestag als auch in den Landesparlamenten sicherzustellen.“

Quelle: Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Landesverband Sachsen-Anhalt
Pressemitteilung Magdeburg, 6. März 2018

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