Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
12.03.2015

Studie: Geschlechterverteilung in Vorständen und Aufsichtsräten

Der Untersuchung zufolge stagniert der Frauenanteil in Vorständen von DAX-notierten Unternehmen, doch in den Aufsichtsräten steigt er kontinuierlich an. 2005 lag der Frauenanteil in Unternehmensvorständen bei 2,3 Prozent. Ab 2010 sei ein positiver Trend feststellbar, so die Mitbestimmungsexpertin der Hans-Böckler-Stiftung, Marion Weckes. Zuletzt habe sich dieser Trend aber wieder umgekehrt. Waren es Ende 2013 noch 6,2 Prozent Vorstandsfrauen, so sank dieser Ende 2014 auf 5,5 Prozent.

In Aufsichtsräten ist aus frauenpolitischer Sicht bereits eine positivere Entwicklung festzustellen. 2005 lag der Frauenanteil noch bei 10 Prozent, Ende 2014 bei 18,8 Prozent. Weckes vermutet, dass dieser Zuwachs mit der „Diskussion um eine Quote“ zusammenhängt. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen der ArbeitnehmerInnen- und der Kapitalseite: Unter den VertreterInnen der Beschäftigten in den Aufsichtsräten sind bereits 25,2 Prozent Frauen, bei den VertreterInnen der AnteilseignerInnen sind es 14,7 Prozent.

Dass Frauen in Spitzengremien deutscher Konzerne immer noch stark unterrepräsentiert sind, hält Weckes auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht für problematisch.

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