Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Der schlimmste Fehler von Frauen ist ihr Mangel an Größenwahn.
* Irmtraud Morgner
05.01.2018

1. Studie zur finanziellen Auswirkung von häuslicher Gewalt veröffentlicht

Erstmals hat eine deutschlandweite Erhebung das Ausmaß der finanziellen Auswirkungen von häuslicher Gewalt “auf Individuen, Staat und Gesellschaft” dargelegt. Die Studie von Prof. Sylvia Sacco vom Institut für Soziale Arbeit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) kommt in der Zusammenfassung direkter und indirekter Kostenfaktoren auf Gesamtkosten von mindestens 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Pro Person im erwerbsfähigen Alter ergäben sich jährliche Kosten von 74 Euro. Die Studie mit dem Titel “Häusliche Gewalt – Kostenstudie für Deutschland. Gewalt gegen Frauen in (ehemaligen) Partnerschaften” unterscheidet zwischen “direkten tangiblen Kosten (1.043,8 Mio €), die z.B. durch Polizeieinsätze, Gerichtsverhandlungen, Unterstützungsangeboten oder im Gesundheitswesen anfallen, ferner “indirekt tangiblen Kosten (2.756,5 Mio €)” z.B. wegen Arbeitslosigkeit oder Traumafolgen bei Kindern. Hinzu kommen der Studie zufolge “intangible Kosten”, denen kein direkter monetärer Gegenwert zugeordnet werden könne. Hierzu zähle auch der Verlust an Lebensqualität durch Krankheit.

Hier geht es zu weiteren Informationen zur Studie.

Quelle: fdp, Erste Januar Ausgabe, 05.01.18 – Folge 701

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