Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.
* Minna Cauer
30.05.2017

Tag der offenen Tür im Landesfrauenrat

Tag der offenen Tür im Landesfrauenrat
Am traditionellen Tag der offenen Tür des Landesfrauenrates gab es die zahlreichen Gäste die Möglichkeit direkt und persönlich mit den frauen- und gleichstellungspolitischen Sprecherinnen der Fraktionen DIE LINKE und der SPD ins Gespräch zu kommen. Ein gutes Jahr ist seit der Landtagswahl 2016 vergangen, die Bundestagswahl steht vor der Tür. Es war Zeit eine erste Bilanz zu ziehen und zu schauen, welche der Forderungen des Landesfrauenrates Widerhall in der Koalitionsvereinbarung und in der politischen Arbeit von Regierung und Opposition gefunden haben.
Tag der offenen Tür im Landesfrauenrat
„In Zeiten in denen Antifeminismus, frauenfeindlicher Populismus und Roll-Back-Bewegungen scheinbar - (vor allem auch medial) - auf dem Vormarsch sind, braucht es starke Netzwerke und Partnerinnen, die sich für die gleichstellungspolitischen Ziele einsetzen. Und es braucht eine Landesregierung und demokratische Parteien, die sich klar zur Gleichstellung und Nichtdiskriminierung bekennen. Wir wünschen uns eine Regierung, die nicht zurücknimmt oder argumentiert, wie gleichberechtigt wird doch alle sind. Die tatsächliche Gleichberechtigung kann nicht alleine durch Gesetze und Diskriminierungsverbote erreicht werden.", mit diesem Appell eröffnete die Schatzmeisterin des Landesfrauenrates, Steffi Schikor, die Veranstaltung. Sie nimmt klar Stellung zu den gleichstellungspolitischen Aussagen des Koalitionsvertrages und unternimmt eine erste Einschätzung der Umsetzung aus Sicht des Landesfrauenrates. Sie stellt dabei fest, dass einiges auf den Weg gebracht wurde, dass dies aber keinesfalls bedeutet, dass es sicher ist oder dass es nichts mehr zu tun gibt.
Angela Kolb-Janssen (SPD), Eva von Angern (DIE LINKE) und Steffi Schikor (LFR) (von links)

Frau Schikor schließt ihre Eröffnungsrede mit den Worten: „Grundsätzlich begrüßen wir (der Landesfrauenrat) die Aussagen der Landesregierung und möchte uns als Partner in der Umsetzung anbieten. Wir werden aber auch kritisch und genau die Umsetzung begleiten."


Dann übergab sie das Wort an Angela Kolb-Janssen (gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion) und Eva von Angern (gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE), die aus ihrer Sicht die frauen- und gleichstellungspolitischen Maßnahmen und Initiativen einschätzten. In einer offenen Diskussion mit den anwesenden Gästen wurden diese Themen noch vertieft. Frau Gorr (CDU) und Frau Lüddemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) konnten aufgrund der langen Sitzung des Sozialausschusses nicht wie geplant an dem Gespräch teilnehmen. Der Landesfrauenrat wird dies gern in einer der nächsten Veranstaltungen nachholen.


In einem Fazit zum Tag der offenen Tür möchten wir uns bei allen Besucher*innen und Gästen für den regen Austausch und das Interesse an der politischen Arbeit des Landesfrauenrates bedanken.

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