Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Ich habe nie genau herausgefunden, was der Feminismus eigentlich ist. Ich weiß nur, dass man mich als Feministin bezeichnet, wann immer ich Gedanken äußere, die mich von einem Fußabtreter unterscheiden.
* Rebecca West
13.08.2015

Veröffentlichung: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt 2014

Die aktuelle Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit stellt u.a. fest, dass

  • die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen sind,
  • sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringern, doch auch 2013 deutlich mehr Männer als Frauen erwerbstätig sind,
  • nur in wenigen Ländern Europas die Erwerbsbeteiligung insgesamt und insbesondere von Frauen so hoch wie in Deutschland ist,
  • Frauen und Männer unterschiedlich in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten sind: Rund zwei Drittel der Selbstständigen sind Männer. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind ebenfalls mehrheitlich männlich. Minijobs sind hingegen eine Frauendomäne.
  • die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen zuletzt stärker gewachsen ist als die der Männer,
  • in Ostdeutschland der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen an der Bevölkerung höher als in Westdeutschland ist,
  • Teilzeitbeschäftigung bei Frauen weiterhin deutlich häufiger vorkommt als bei Männern,
  • Frauen überproportional im tertiären Sektor und Männer häufiger in der Landwirtschaft sowie der Industrie beschäftigt sind,
  • die Arbeitslosenquoten von Frauen und Männern sich in den letzten Jahren angenähert haben. Die weibliche Arbeitslosenquote liegt momentan etwas unter der Quote der Männer.
  • Männer ein höheres Risiko ihre Beschäftigung zu verlieren und arbeitslos zu werden haben,
    aber auch bessere Chancen Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung wieder zu überwinden,
  • Der Anteil Langzeitarbeitsloser ist bei Frauen höher als bei Männern,
  • Frauen deutlich häufiger als Männer vor der Herausforderung stehen neben der Arbeitsuche alleine für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein und
  • Frauen nicht ganz entsprechend ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit an der Förderung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beteiligt sind.

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