Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jene Gleichberechtigung ist unentbehrliche Voraussetzung, aber nicht das Ziel.
* Lida Gustava Heynemann
11.12.2012

Veröffentlichung: Gleichstellung und Klimawandel

Auf der Vierten Weltfrauenkonferenz, die 1995 in Peking stattfand, wurde die Erklärung und Aktionsplattform für Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden (PAP) offiziell angenommen. In der PAP werden die strategischen Ziele und die von der internationalen Gemeinschaft, den nationalen Regierungen und der Zivilgesellschaft zu ergreifenden Maßnahmen dargelegt, mit denen die Menschenrechte von Frauen und Mädchen als unveräußerlicher, integraler und unteilbarer Bestandteil der allgemeinen Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Frauen während ihres gesamten Lebens gefördert und geschützt werden sollen. Mit der Unterzeichnung des Dokuments verpflichteten sich die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) offiziell, Maßnahmen zur Umsetzung der PAP zu ergreifen und die in den einzelnen relevanten Bereichen erzielten Fortschritte zu überwachen und zu dokumentieren. Obwohl die Zuständigkeit für die Frauenförderung primär bei den nationalen Regierungen liegt, war die EU an der Formulierung der Erklärung von Peking beteiligt und unterstützt ihre Mitgliedstaaten beim Ergreifen von Maßnahmen. Seit 2010 unterstützt das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) die Präsidentschaften des Rates der Europäischen Union bei der Weiterverfolgung der PAP. Dänemark, das in der ersten Hälfte des Jahres 2012 die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union innehat, hat in Zusammenarbeit mit der Kommission, der hochrangigen Gruppe zur Gleichstellung von Frauen und Männer und dem EIGE beschlossen, den Bereich “Frauen und Umwelt” zu überprüfen, in dem es um die Gleichstellungsaspekte des Klimawandels geht, und für diesen Bereich Indikatoren aufzustellen. Dabei werden zwei wichtige Dimensionen des Ziels K.1 untersucht: die Beteiligung von Frauen an Klimaschutzentscheidungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie der Anteil von Frauen in den wissenschaftlichen und technischen Bildungsbereichen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. In der Veröffentlichung werden die wichtigsten Ergebnisse des Berichts zusammengefasst.

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